Huawei nimmt Abstand vom Andrexit

27. Juni 2016 0 Kommentar(e)

Nach Samsung hat sich bekanntlich auch Huawei dahingehend geäußert, dem Betriebssystem Android den Rücken zu kehren. Doch nun rudern die Chinesen zurück.

Wir haben gehört: Samsung will sein eigenes mobiles Betriebssystem Tizen stärken und denkt laut darüber nach, dieses künftig nicht nur auf Smartwatches und einigen TV- und Haushaltsgeräten, sondern auf allen Samsung-Geräten – also auch auf Smartphones –  einzusetzen.

Und dann hörte man, dass auch Huawei seine Abhängigkeit von Googles Betriebssystem infrage stellt und ebenfalls auf ein eigenes OS setzen möchte, genannt Kirin.

Wenig Aussicht auf Erfolg

Genaugenommen sollten wir dies für einen verspäteten Aprilscherz werten. Speziell bei Huawei. Mag sein, dass Samsung das eigene Tizen verstärkt einsetzen möchte, doch selbst der Branchenriese aus Südkorea kann es sich nicht leisten, Käufer zu verlieren, nur weil die Applikationen für das OS fehlen. Und die 1,5 Millionen Apps aus dem Google Play Store können sie nicht so rasch aufholen. Dass es nicht einfach ist, neue mobile Betriebssysteme unters Volk zu bringen, hat Microsoft mit Windows Phone gezeigt, aber auch Firefox OS oder Sailfish OS.

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Und wieder zurück…

Und gerade Huawei kann es sich nicht leisten, mit der OS-Software von vorne zu beginnen, auch wenn man behauptet, an Kirin schon jahrelang zu arbeiten. Die Aussage war nicht mehr als ein Schuss vor dem Bug von Google. Und die Chinesen haben auch schon eingeschränkt: Man wird solange an Android festhalten, so lang es Open Source ist. Also noch sehr lange, denn Google ist gut beraten, die Offenheit von Android nicht infrage zu stellen.

Allerdings schmeckt die Abhängigkeit von Android den Herstellern immer weniger. Und für den Fall der Fälle möchte man einfach gewappnet sein und ein eigenes Betriebssystem vorweisen können. An Kirin arbeiten angeblich in Skandinavien schon seit drei Jahren Ex-Mitarbeiter von Nokia.

Quelle: IndiaToday in Tech

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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