Konsumentensch├╝tzer kritisieren Amazon Prime-Angebote: Rabatte sind aufgeblasen

13. Juli 2016 1 Kommentar(e)

Es sei ein Abverkauf von Ladenh├╝tern mit Marktschreier-Methoden, sagen Konsumentensch├╝tzer. Wer die Rabatte beim Prime-Day von Amazon nicht pr├╝ft, ist selber schuld.

ÔÇ×Die gr├Â├čte Angebotsaktion aller ZeitenÔÇť, so nannte Amazon die Aktion am 12. Juli. ┬áEs winken Preisnachl├Ąsse von bis zu 70 Prozent, bei ├╝ber 100.000 Angeboten.

Die ÔÇ×Verbaucherzentrale Nordrhein-WestfalenÔÇť jedoch ist der Auffassung, dass auch die Rabatte so aufgeblasen sind wie Amazons Werbung f├╝r den Prime-Day.

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Vergleich mit UVPs nicht aussagekr├Ąftig

Verglichen werden die ach so tollen Hammerpreise n├Ąmlich oft mit den UVPs (unverbindlichen Preisempfehlungen der Hersteller). Die jedoch haben im Prinzip eine Lebensdauer wie eine Eintagsfliege. Und nur ├╝ber den Vergleich mit den UVPs kommt Amazon auf die enormen Rabatte von 30 bis 50, oftmals auch 70 Prozent. Vergleicht man die Amazon-Schn├Ąppchen hingegen mit den ├╝blichen Marktpreisen, schrumpfen die Rabatte von rund 50 Prozent schnell auf unter 20 Prozent.

Nicht umsonst ist der Prime-Day bereits seit dem Vorjahr in der Kritik. Damals warf man Amazon vor, keine attraktiven Angebote angeboten zu haben. Diesmal waren zwar vor allem im Technik-Bereich weniger langweilige Angebote dabei, doch nicht selten finden wir auch ab und an mal ÔÇô vor allem bei technischen Ger├Ąten ÔÇô der Hinweis: ÔÇ×F├╝r diesen Artikel ist ein neueres Modell vorhanden.ÔÇť Und bereits in der ÔÇ×Countdown-WocheÔÇť zum Prime-Day waren von 100 Produkten, die die Verbrauchersch├╝tzer ├╝berpr├╝ften, gerade mal sechs aktuell in den Top 10 der jeweiligen Bestsellerliste auf Amazon.

Drum pr├╝fe wer sich bindet

Die ÔÇ×Verbaucherzentrale Nordrhein-WestfalenÔÇť r├Ąt daher, trotz Zeitdruck die Prime-Day-Angebote genau zu pr├╝fen und deren Preis ├╝ber Preissuchmaschinen wie etwa geizhals gegenzuchecken.

Und wenn jemand tats├Ąchlich mal ein Schn├Ąppchen aus Zeitdruck eher ungewollt gekauft hat, der kann immer noch von seinem R├╝cktrittsrecht Gebrauch machen. Amazon gesteht seinen Kunden immerhin ein 30-t├Ągiges R├╝ckgaberecht zu.

Quelle: Verbaucherzentrale NRW

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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