Kuriose Geschichte: Wie Apples Siri einem 18-jährigen Teenager das Leben rettete

Peter Mußler 19. August 2015 2 Kommentar(e)

Im Vergleich zum beinahe allwissenden Google Now zieht Siri in Tests zwar regelmäßig den Kürzeren – dafür kann sich Apples digitale Sprachassistentin nun aber als waschechte Lebensretterin bezeichnen. In den USA hat Siri einen Teenager wohl vor dem sicheren Tod bewahrt. 

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Können sogar Leben retten: Die iPhones mit Apples Sprachassistentin Siri.

Können sogar Leben retten: Die iPhones mit Apples Sprachassistentin Siri.

Die kuriose Geschichte spielte sich im US-Bundesstaat Tennessee ab. Dort schraubte Sam Ray an seinem Truck herum, als der Wagenheber plötzliche nachgab und der 18-jährige unter seinem 1998er Dodge Dakota begraben wurde. Sams linker Arm war unter dem knapp 2,3 Tonnen schweren Fahrzeug eingeklemmt – der Autonarr hatte also keine Chance, sich selbst zu befreien. Aus purer Verzweiflung nahm er mit der rechten Hand einen Montierhebel und fing an, auf seinen Truck einzuschlagen. Doch niemand war Daheim und so konnte auch keiner den Krach oder Sams Hilfeschreie vernehmen. Die Situation war ausweglos und der Bursche begann schon, zu beten – bis er plötzlich ein allzu bekanntes Geräusch hörte: es war Siri! Durch seine Bewegungen wurde offenbar die Sprachassistentin seines iPhones aktiviert, das in seiner Gesäßtasche lag, für seinen rechten Arm aber unerreichbar war.

Nach ein paar weiteren Versuchen war Sam doch tatsächlich in der Lage, über Siri die 911 anzurufen. Zuerst dachten die Mitarbeiter an der amerikanischen Notrufhotline, dass es sich um einen versehentlichen Anruf handelt: „Versehentliche Anrufe, die aus der Hosentasche heraus getätigt werden, passieren immer wieder“, sagte Christina Lee, die den Anruf im Rutherford County entgegennahm. „Doch dann hörte ich Hilfeschreie“. Das war für die Notrufzentrale genug, um ein Rettungsteam loszuschicken.

„Werde mein Leben lang ein iPhone nutzen“

Dank des im iPhone integrierten GPS-Moduls konnten die Rettungskräfte Sams Standort triangulieren, die exakte Adresse wussten sie aber nicht. Glücklicherweise war der Teenager aber clever genug und hat immer wieder seine Adresse laut vorgesagt. Als Sam bereits am wegdriften war und sich innerlich schon aufs Ende vorbereitet, wurde der in Not geratene vom Rettungsteam entdeckt und befreit. Im Krankenhaus angekommen, stellten die Ärzte unter anderem gebrochene Rippen, eine verletzte Niere und Verbrennungen an seinem linken Arm fest.

Dem 18-jährigen ist’s egal – er ist lediglich glücklich, noch zu leben. „Ich glaube, ich werde mein Leben lang ein iPhone benutzen“, scherzte der Gerettete.

Quelle: The Tennessean 

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.