LiFi: Datenübertragung via Glühbirne bald serienreif?

Redaktion 21. Oktober 2013 0 Kommentar(e)

Chinesischen Forschern ist sprichwörtlich ein Licht aufgegangen: Sie entwickelten einen Prototyp einer „Lifi-Lampe“ – Datenübertragung via Licht. Das Ziel ist die Idee für die Massen tauglich zu machen und vielleicht bald in unseren Haushalten?

So neu wie das Thema auch klingt, bereits 2011 berichtete der „New Scientist“ über die Datenübertragung via Licht. Zu dieser Zeit erfand nämlich ein Professor der Edinburgh Universität namens Harald Haas den Begriff Li-Fi. Die Abkürzung steht für „light-fidelity“. Chinesischen Forschern ist es jetzt gelungen einen Prototypen dieser Idee zu entwickeln.

Kurz gesagt: Li-fi ist Wi-fi aus der Glühbirne, oder genauer gesagt aus LEDs. Ausgestattet mit einem Mikrochip sendet die Glühbirne ein entsprechendes Signal, das den Zugriff ins Netz ermöglicht. Statt, wie üblich, über Radiowellen, funktioniert die Datenübertragung über Lichtwellen mit einer deutlich höheren Frequenz. Für alle die es genauer wissen wollen: Licht an und Licht aus fungieren als digitale 1 und 0. Somit können Datenpakete übertragen werden. Sprich, die LED schaltet sich ständig ein und aus, für das menschliche Auge ist das jedoch nicht erkennbar und es wirkt wie ein konstantes Licht für uns.

Internet aus der Lampe! (Quelle:gizmodo.com)

Internet aus der Lampe! (Quelle:gizmodo.com)

Noch ein weiter Weg

Wie dem auch sei, für die Massen sei der Prototyp noch nicht tauglich, verkündete Chi Nan, Leiterin des chinesischen Forschungsteams. Einige notwendige Schlüsseltechnologien befänden sich noch in der Experimentierphase, so Chi. Damit gemeint sind: Licht-Kommunikation, Mikrochip-Design und die Produktion an sich ist noch nicht geklärt.

Aber Li-fi klingt vielversprechend: Der chinesische Prototyp ist in der Lage vier Computer mit einer Internetverbindung auszurüsten. Die Geschwindigkeit von 150 Mb/s bringt uns zum Staunen.

Was denkt ihr von Li-fi?

Quelle: gizmodo

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