Nachlese: Die besten versteckten Features von Android 4.4

Tam Hanna 3. November 2013 0 Kommentar(e)

Die für Endanwender direkt sichtbaren neuen Funktionen von Android 4.4 hat euch mein Kollege Kaan Gürayer gestern hier vorgestellt. Einige Features werden erst dann sichtbar, wenn sie von Entwicklern integriert werden – hier eine Liste der versteckten Goodies.

Karten-Emulation
Vielflieger, Bahnfahrer und Kunden von Nahrungsmittelgeschäften kennen Bonussysteme mit Sicherheit. Noch arbeiten die meisten derartigen Karten auf Basis von Barcodes, die Umstellung auf NFC ist allerdings im vollen Gange. Android 4.4 bringt hier eine neue API mit, die Entwicklern das Simulieren einer NFC-Karte am Telefon erlaubt. Der Endeffekt davon ist, dass dein Telefon in Zukunft die Vielfliegerkarte ersetzt…

Speichercenter
Bisher war die Nutzung von Cloudspeicher alles andere als angenehm, da du die Daten vor der Verwendung auf dein Telefon kopieren musstest. Die Speichercenter-API hilft bei der Umgehung dieses Problems. Ein ins Speichercenter integriertes Programm kann seine Dateien und Ordner aus jedem beliebigen Medium zusammensuchen: lokale und entfernt gespeicherte Daten lassen sich nach dem selben Schema verarbeiten.

Druck-API
Wer sein Smartphone hauptsächlich beruflich nutzt, möchte immer wieder mal Akten ausdrucken. Diese bei Psion (und unter alten Versionen von Symbian) verfügbare Funktion kehrt in Android 4.4 zurück – das Betriebssystem bringt eine vollwertige Drucker-API mit, die Treiberverwaltung und Co für die Entwickler erledigt:

Android 4.4 bringt Google Cloud Print einige neue Tricks bei

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Das Programm muss dem Betriebssystem nur ein PDF mit den auszugebenden Inhalten überreichen – die restliche Arbeit wird von Google (und dem vom Druckerhersteller angebotenen Treiber) erledigt.

Sportsensoren
Bisher erfolgte die Schrittzählung durch externe Sensoren oder durch das Accelerometer des Telefons. In Zukunft bringt Android vollwertige Unterstützung für diese Art von Sensor mit – es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis Gerätehersteller ihre Telefone von Haus aus mit einem Schrittsensor ausstatten.

Mehr Animationen
Bisher war das Realisieren von ansprechenden Animationen Handarbeit. In Android 4.4 bringt Google eine Bibliothek, die Entwicklern die Arbeit wesentlich erleichtert. In Zukunft genügt es, ein Formular als „animiert“ zu bezeichnen – die Mathematik und das Rendering erfolgen dann automatisiert.

IR-Schnittstelle
Klassische Handcomputer hatten eine Infrarotschnittstelle, die das Ansteuern von Fernsehern und anderen Geräten erlaubt. Android 4.4 erlaubt das Anschließen von externen IR-Blastern – dabei handelt es sich um kleine Hardwareerweiterungen, die deinem Telefon eine Infrarotschnittstelle verleihen. Entwickler können diese nutzen, um Fernsehgeräte und Videorecorder anzusprechen: es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis die ersten Universalfernbedienungsapps erscheinen.

Die Geschwindigkeit der Adoption der neuen Funktionen hängt davon ab, wie schnell das Betriebssystem einen signifikanten Marktanteil erreicht. Entwickler sind im Allgemeinen immer dann zum Portieren bereit, wenn ihnen dadurch ein ausreichender finanzieller Gewinn entsteht.

An sich sind die Voraussetzungen aufgrund der stark reduzierten Hardwareanforderungen gut – es gibt kaum ein Telefon, das sich nicht aktualisieren lässt. Leider ist das leichter gesagt als getan. Ein Update muss vor der Freigabe eine Vielzahl von Tests durchlaufen: für Anbieter eines Telefons ist es attraktiver, wenn der Nutzer einfach ein neues Handy kauft.

Wie dem auch sei: die neuen Funktionen sind am Weg. Denkt ihr, dass die Entwickler sie bald in ihre Applikationen einbinden?

Quelle: Google

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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