OUYA: Spielekonsolen-Startup vor Verkauf

1. Mai 2015 0 Kommentar(e)

Es kriselt bei OUYA: Vor zwei Jahren noch eine Art Hoffnungstr├Ąger f├╝r neue Inputs am Konsolenmarkt, steht der einstige Kickstarter-Star nun kurz vor dem Verkauf.

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Was waren das doch f├╝r Erwartungen, als vor zwei Jahren die Spielekonsole OUYA auf den Markt kam. Der Gaming-Markt sollte revolutioniert werden, Android als Betriebssystem auch den Weg auf die heimischen TV-Ger├Ąte finden, gar als Konkurrenz f├╝r die etablierten Konsolen von Sony und Microsoft wurde der Quader bezeichnet. Millionen US-Dollar wurden mittels Crowdfunding gesammelt, zig Unterst├╝tzer freuten sich auf die Konsole. Eigentliche eine Erfolgsgeschichte, mit einem Haken: Die Erwartungen sind mittlerweile┬ádeutlich niedriger, um nicht zu sagen gleich null.

Ouya_Spielkonsole_Foto_ouya_tv

Der Grund: Seit geraumer Zeit bleiben die Verk├Ąufe deutlich hinter den Erwartungen zur├╝ck und OUYA steckt dadurch in erheblichen finanziellen N├Âten. Das hat mehrere Gr├╝nde: Google unterst├╝tzte das Projekt nie offiziell – vermutlich, weil man mit dem Chromecast (Topliste) und dem Nexus Player ├Ąhnliche Ger├Ąte in Planung hatte. Dazu kamen Probleme mit der Auslieferung, der f├╝r Entwickler unattraktive eigene App-Shop und Schwierigkeiten mit der Umsetzung der Steuerung: Die OUYA wird mit einem klassischen Controller bedient, viele Android-Spiele sind allerdings auf eine Touch-Steuerung ausgelegt – wo wir wieder bei dem Problem mit den Entwicklern w├Ąren.

Rund zwei Jahre wurde alles versucht, um das Unternehmen und die Konsole am Markt zu positionieren: Xiaomi┬áwurde ins Boot geholt, die OUYA-Spiele werden mittlerweile auch auf anderen Systemen angeboten – alles ohne Erfolg. Der letzte Ausweg: OUYA soll verkauft werden, was allerdings auch nicht ganz einfach werden d├╝rfte, immerhin hat das Unternehmen bislang noch nie schwarze Zahlen geschrieben. Eine Investmentbank sucht derzeit allerdings bereits nach K├Ąufern – ob das einstige Kickstarter-Wunder nochmals positive Schlagzeilen schreiben kann, bleibt allerdings abzuwarten.

Quelle: Fortune [via Futurezone]

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Oliver Janko   Redakteur

Studiert in Wien und schreibt Reportagen, Tests und Reviews f├╝r die Printausgaben des Verlags. Bei Fragen – Facebook, Google+ und Co. sind allzeit bereit.

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