PornHub: Android- und iOS-Nutzer unterscheiden sich in ihrem Porno-Konsum

Peter Mußler 5. Oktober 2015 0 Kommentar(e)

Unterscheiden sich iOS- und Android-Nutzer in ihrem Porno-Konsum? Diese zugegebenermaßen skurrile Frage hat sich PornHub gestellt und in den Tiefen der eigenen Statistiken nach einer Antwort gesucht – mit überraschenden Befunden.

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Coca Cola vs. Pepsi, McDonald’s vs. Burger King oder auch Adidas vs. Nike: Die Wirtschaftsgeschichte ist voll von legendären Duellen, in denen lediglich zwei Konkurrenten um die Vorherrschaft in einem Markt kämpfen. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt wird mit vielen Marken auch eine Art „Way of Life“ verbunden, ein ganz spezielles Lebensgefühl. Auf dem Smartphone-Markt herrscht das Duopol aus Android und iOS und die jeweiligen mobilen Betriebssysteme aus dem Hause Google und Apple machen den Kampf um die mobile Vormachtstellung ganz unter sich aus. Doch wirkt sich die Wahl des Mobil-OS auch auf die sexuellen Vorlieben aus, oder anders gesprochen: Unterscheiden sich Android- und iOS-Nutzer in ihrem Porno-Konsum? PornHub wollte es genau wissen und hat sich der Frage angenommen.

Beide Nutzergruppen, wie ein Blick auf die meistgesuchten Suchbegriffe verrät, stehen vornehmlich auf die gleichgeschlechtliche Liebe zwischen Frauen. Danach allerdings trennt sich das Bild bereits, da Android-Nutzer am zweithäufigsten nach „Cartoons“ suchen und damit wohl erotische Trickfilme im Porno-Sinn haben. Die iOS-Fraktion mag es dagegen so richtig „kinky“ und steht ganz offenbar auf sexy Stiefmütter. Interessant ist auch, wie lange die jeweiligen Gruppen auf der Seite bleiben: Android-Nutzer verweilen laut Statistik etwas mehr als 10 Minuten auf PornHub, Besucher hingegen, die ein iPhone ihr Eigen nennen, verlassen die Seite bereits nach gut 8,5 Minuten. Ob das im Umkehrschluss bedeutet, dass Android-Nutzer ein größeres „Stehvermögen“ haben, lassen wir mal unbeantwortet.

Wenig überraschend ist indes, dass der mobile Traffic auf PornHub in den vergangenen Jahren stetig zugenommen hat und mittlerweile bei 63 Prozent liegt. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 lag der Mobile-Traffic bei gerade mal 12 Prozent.

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Porno-Industrie sucht nach der Rettung

Die Porno-Industrie selbst leidetet dagegen sehr an kostenlosen Portalen wie eben PornHub. Seit 1998 sollen die Umsätze um bis 70 Prozent gesunken sein, da Nutzer für ihr „Porno-Vergnügen“ keine teuren Filmchen mehr kaufen müssen, sondern alles gratis im Netz bekommen können. Um die Umsatzeinbrüche zu kompensieren, immerhin können Porno-Produzenten im Gegensatz zur Musik- oder Filmindustrie nicht auf alternative Geschäftsmodelle wie etwa Streaming-Portale ausweichen, lassen sich nun eine Reihe junger Porno-Startups neue Ideen einfallen, um die geschundene Kasse wieder aufzufüllen. Dazu gehören unter anderem Produktplatzierungen in Pornofilmen, sodass die Zuschauer zum Kauf eines ganz bestimmten Gleitgels oder Sexspielzeugs animiert werden.

Eine andere Idee sind Online-Videospiele, in denen bekannte Porno-Stars mitspielen und sich dort unter – natürlich zahlungswillige – Gamer mischen sollen und zu guter Letzt setzt die Industrie auch große Hoffnungen auf das Thema Virtual Reality. VR-Pornos, wie sie die Oculus Rift oder Samsung Gear VR möglich machen, könnten tatsächlich das Potential haben, die gesamte Branche zu revolutionieren.

Quelle: PornHub, derStandard

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.