Project Loon ist bereit f├╝r die kommerzielle Nutzung

Redaktion 8. M├Ąrz 2015 0 Kommentar(e)

An der Idee, entlegene und schwer auf dem Landweg erreichbare Regionen per Wetterballon mit dem Internet zu versorgen, arbeitet Google schon einige Jahre. Nun ist es aber endlich soweit und das Project Loon ist so weit ausgereift, dass es kommerziell einsetzbar ist.

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Die Ballons werden unterst├╝tzt von Basisstationen auf der Erde, die die eigentliche Verbindung zum Internet herstellen (Foto: Google)

Die Ballons werden unterst├╝tzt von Basisstationen auf der Erde, die die eigentliche Verbindung zum Internet herstellen (Foto: Google)

Das Internet bestimmt unser aller Leben ÔÇô es erm├Âglicht die Kommunikation ├╝ber Kontinente hinweg und versorgt uns t├Ąglich mit wichtigen Informationen und Katzenbildern. Doch genau genommen hat noch nicht einmal die H├Ąlfte der Erdbev├Âlkerung einen Zugang zum Internet. Im Vergangenen Jahr waren es nur knapp ├╝ber 40 Prozent aller Menschen ÔÇô es gibt also noch ein gro├čes Wachstumspotential, das es zu erschlie├čen gibt und daran arbeitet unter anderem auch Google mit dem Project Loon. Bei diesem Google-X-Projekt soll mit Wetterballons eine Verbindung zum Internet hergestellt werden.

Was vor vielen Jahren als experimentelle Idee im Google-X-Forschungslabor begonnen hatte, ist inzwischen sehr weit ausgereift. Nicht nur konnten die Materialien und das Design der Ballons optimiert werden, so dass diese nun statt ein paar Tage bis zu sechs Monate in der Stratosph├Ąre bleiben k├Ânnen, auch die Datengeschwindigkeiten und die Reichweite konnten durch den Wechsel von WLAN auf LTE deutlich verbessert werden. Es handelt sich quasi um fliegende Mobilfunkmasten, die ├╝brigens von zwei Solarzellen mit Strom versorgt werden und mehrere Zehntausend US-Dollar pro Ballon kosten.

Der Wechsel auf LTE ist im ├ťbrigen auch ein wichtiger Punkt f├╝r die Mobilfunkbetreiber gewesen, mit denen Google kooperiert. Mit LTE Verbindung werden die Ballons zu einer deutlich kosteneffiziente und unkomplizierte Alternative zu dem bisherigen kabelgebundenen Ausbau in abgelegenen Regionen auf dem Landweg. Google arbeitet ├╝brigens mit etablierten Mobilfunkbetreibern zusammen, da diese bereits ├╝ber die Infrastruktur verf├╝gen, um den Dienst zu vermarkten, verkaufen und abzurechnen. Die Einnahmen f├╝r jeden neuen Kunden werden dann zwischen Google und dem Provider gleichm├Ą├čig geteilt. Also selbst wenn die Tarife niedrig angesetzt werden, ist Project Loon f├╝r beide Seiten ein sehr lukratives Gesch├Ąft.

Quelle: The Verge

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