Nexus 5: Laut Service-Handbuch technisch nahezu identisch mit dem LG G2

Tam Hanna 6. Oktober 2013 2 Kommentar(e)

Ein kürzlich aufgetauchtes Service-Handbuch, mit dem Support-Mitarbeitern die Reparatur des Gerätes illustriert werden soll, gibt Aufschluss über das Innenleben des Nexus 5. Technisch soll das kommende Google-Smartphone zudem nahezu identisch mit dem leistungstechnisch überaus potenten LG G2 sein.

Die mit Abstand wichtigste Information sind die kompletten Spezifikationen des als LG D821 bezeichneten Geräts. Es wird einen 4.95 Zoll großen Full HD-Bildschirm mitbringen, der auf IPS-Technologie basiert. Der Prozessor stammt aus dem Hause QualComm – der zur 800er-Serie gehörende Chip hat vier Kerne und arbeitet mit 2,3 GhZ. 2 GB Arbeitsspeicher sollten auch für größere Applikationen ausreichen.

Das Nexus 5 - hier ein Bild der (anscheinend wirklich in Rot gehaltenen) Rückseite bietet durchaus brauchbare Spezifikationen. (Bildquelle: AndroidPolice)

Das Nexus 5 – hier ein Bild der (anscheinend wirklich in Rot gehaltenen) Rückseite bietet durchaus brauchbare Spezifikationen. (Bildquelle: AndroidPolice)

Bei der Kamera setzt LG auf ein mit acht Megapixeln arbeitendes Sensorsystem, das zur Steigerung der Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen eine Art optische Stabilisierung (als OIS bezeichnet) mitbringt.

Energie bezieht das Biest aus einem 2.300 mAh großen Akku, der sich natürlich und standesgemäßerweise auch drahtlos aufladen lässt. LG verspricht eine „Loiter Time“ von 350 Stunden, in einem normalen Telefonat soll das Gerät 405 Minuten durchhalten. Im direkten Vergleich mit dem LG G2 ist der Akku allerdings deutlich kleiner ausgefallen, denn das LG-Flaggschiff verfügt über 3.000 mAh. Wahrscheinlich ist dies auf den Platzbedarf der Induktionslade-Spule zurückzuführen.

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Leider ist der interne Speicher nicht erweiterbar. Die Basisversion dürfte 32 GB Flash mitbringen. AndroidPolice schließt aufgrund von Informationen auf der achten Seite des Dokuments darauf, dass es auch eine 16 GB-Version geben dürfte. Meiner Meinung nach ist das eher unwahrscheinlich – der Eintrag in der Tabelle dürfte eher darauf hinweisen, wie der interne Speicher aufgebaut ist (lies: 2 Bänke mit je 16 GB).

Theoretisch könnte LG eine der Bänke (wahrscheinlich den emmc-Teil) entfernen, um eine 16GB-Variante des Telefons auf den Markt zu bringen – ob und inwiefern das ökonomisch sinnvoll ist, lässt sich anhand der vorliegenden Informationen nur schwer abschätzen. Zudem enthält das Dokument hier gegenläufige Informationen: die Tabelle verweist auf einen zweigeteilten Speicher, während das auf Seite 215 findbare Blockschaltbild ein 32GB großes eMMC-Modul aus dem Hause Sandisk zeigt.

LG D821

Amüsanterweise enthält das Service-Handbuch sehr genaue Informationen über den internen Aufbau. Bei einigen Planaren beschreiben die Koreaner sogar die Fehlersuche auf Bauteilebene – das ist höchst seltsam, da die meisten Telefone heute entweder durch Entsorgen/Neu-Ausliefern oder durch Reparatur auf Platinenebene wiederhergestellt werden.

Schon jetzt ist klar, dass das Gerät mit dem LG G2 eher wenig zu tun hat. LGs hauseigenes Smartphone hat ein 5.2 Zoll großes Display und einen mit 13 MP arbeitenden Kamerasensor. Es ist gut möglich, dass Google hier aus Preisgründen den Rotstift ansetzen musste: in der Vergangenheit war die Nexus-Serie meist preiswert, hatte aber eine eher schlechte Kamera.

Solltet ihr weitere Informationen wünschen, so empfiehlt sich ein Besuch bei AndroidPolice – dort ist das komplette Dokument einsehbar.

Quelle: AndroidPolice

Quelle: AndroidPolice

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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