Samsung bringt dünneres, leichtereres und flexibleres Display als LG

Tam Hanna 11. Oktober 2013 0 Kommentar(e)

Der Kampf zwischen Samsung und LG geht in unerbittlicher Weise weiter – nachdem die koreanische Regierung ihren Untertanen einen nationalen Schulterschluß in Sachen OLED abgetrotzt hat, verlegt sich der Schlagabtausch auf flexible Displays.

Bisher sah es so aus, als ob Lucky Goldstar das Rennen machen würde. Eine vor wenigen Stunden erschienene Pressemitteilung verkündete, dass die Produktion von flexiblen Bildschirmen angelaufen sei. Von Seiten von LG waren keine Informationen zur Verfügbarkeit des ersten darauf basierenden Telefons zu erhalten, Reuters nahestehende Quellen sprachen von einem Launch im November dieses Jahres.

Das Galaxy Round ist nicht das einzige Samsung-Smartphone mit "flexiblem" Display - ein noch besseres soll in Bälde erscheinen.

Das Galaxy Round ist nicht das einzige Samsung-Smartphone mit „flexiblem“ Display – ein noch besseres soll in Bälde erscheinen.

Der Industrienachrichtendienst Oled-Info berichtet nun von einer gegenläufigen Ankündigung von Samsung. Angeblich soll die Massenproduktion von 5.7 Zoll großen flexiblen OLED-Bildschirmen bereits laufen, ein Gerät auf Basis dieser Bildschirme soll in wenigen Tagen folgen. Dabei dürfte es sich um eine Spezialversion des Note III handeln, das Gehäuse des Telefons wird allerdings „rigide“ sein.

Selbstverständlich bietet das Display die standesgemäße FullHD-Auflösung. Es ist 0.12mm dick und wiegt nur 5.2 Gramm – der maximale Biegeradius liegt bei durchaus beeindruckenden 400mm. Das stellt eine wesentliche Steigerung gegenüber dem sechs Zoll großen Produkt von LG dar: aufgrund der höheren Dicke von 0.44mm ist sein maximaler Biegeradius (fast 700mm) höher.

Auf gut Deutsch bedeutet das, dass der Bildschirm weitaus „toleranter“ gegen mechanische Belastungen ist: desto kleiner der minimale Biegeradius, desto robuster das Display.

Die Fertigung soll auf der Fertigungsstraße der Generation 5.5 erfolgen. Oled-Info geht davon aus, dass die Koreaner pro Monat einige hunderttausend Bildschirme herstellen können – ob es im Rahmen der Auslieferung zu Engpässen kommt, ist noch nicht bekannt.

Leider hat Oled-Info bisher keine Presseaussendung veröffentlicht. Diverse amerikanische Medien berufen sich auf diese Quelle, haben anscheinend aber auch noch keinen offiziellen Text von Seiten der Koreaner erhalten – es wäre theoretisch möglich, dass es sich hier um ein (absichtlich platziertes) Gerücht handelt.

Noch ist die Presseaussendung nicht erschienen.

Denkt ihr, dass sich flexible Displays irgendwann durchsetzen? Oder handelt es sich hier um einen reinen Marketinggag der Hersteller?

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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