Samsung und Apple arbeiten an Tablets mit 12 Zoll-Diagonale und größer

Tam Hanna 12. August 2013 2 Kommentar(e)

Sowohl Apple als auch Samsung arbeiten laut Brancheninsidern an Tablets mit großen Bildschirmen. Bei beiden Unternehmen sind Geräte mit zwölf Zoll großen Displays in Planung.

DigiTimes gibt keine weiteren Informationen über die Quellen an. Der Verweis auf „upstream sources“ erlaubt Rückschlüsse darauf, dass diese Information von einem Komponentenhersteller stammt – in der Vergangenheit haben diese Unternehmen ihre „großen Partner“ immer wieder an die Presse verraten.

Der Track Record von DigiTimes gilt unter Branchenkennern als zufriedenstellend. Trotzdem sind derartige Informationen immer mit Vorsicht zu genießen: für Komponentenhersteller ist ein Prototype Run nur schwer vom Beginn der Serienfertigung zu unterscheiden: diverse OEMs haben in der Vergangenheit „Test Runs“ durchgeführt und die Produkte vor der Markteinführung wieder verworfen.

Palm plante, sein Smartpone Tungsten W anfangs mit Grafitti auszuliefern - in den Handel kam das Gerät nur mit QWERTY-Tastatur (Bildquelle: Compuseum.de)

Palm plante, sein Smartpone Tungsten W anfangs mit Grafitti auszuliefern – in den Handel kam das Gerät nur mit QWERTY-Tastatur (Bildquelle: Compuseum.de)

Als Begründung für dieses Maneuver führt DigiTimes die fallenden Verkaufszahlen im Bereich klassischer Tablets an. In Zukunft gehen die Hersteller davon aus, dass die Nutzer nur mehr auf ein „portables Gerät“ setzen werden – das bedeutet, dass das Smartphone dem „kompakten Tablet“ den Platz als „Unterwegs-Gerät“ ablaufen wird.

Das zweite Gerät wird in Zukunft entweder ein PC oder ein Notebook sein. Seit dem ersten Surface haben sich Laptops mit abdockbarer Tastatur permanent weiterentwickelt, die neuesten Modelle erlauben sogar halbwegs ergonomisches Arbeiten am Schreibtisch. Anders als bei WeTab und Co enthalten diese Geräte auch durchaus potente Hardware und sind somit auch als Workstation am Schreibtisch brauchbar.

Der dadurch entfallende Synchronisationsaufwand dürfte für die nun schon an Tablets gewöhnten Nutzer ein akzeptables Tradeoff für das höhere Gewicht darstellen. Das lässt sich einfach erklären: wer sich monatelang über die Synchronisierung seines Tablets geärgert hat, akzeptiert ein 1KG schweres Gerät leichter als jemand, der noch nie ein Tablet hatte und in der Bahn Zeitung liest.

Dieser Trend ist – ähnlich dem Galaxy Note – eine „Bewegung zurück zum Ursprung“. Die ersten „Tablets“ waren als Tablet PC bezeichnete Notebooks – diese sehr teuren Geräte waren vollwertige Notebooks mit dementsprechend großem Display. Der Massenmarkt ignorierte die Handhelds aus mehreren Gründen: neben dem hohen Preis war das Gewicht und die Größe für den portablen Einsatz inakzeptabel.

Denkt ihr, dass die größeren Tablets Zukunftschancen haben? Oder gehört die Zukunft dem 7 Zoll großen Mini-Gerät? Eure Meinung interessiert uns…

Quelle: DigiTimes

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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