Schluss mit kostenlos: Google will für Android ab 2018 Nutzungsgebühren erheben

Michael Derbort 1. April 2017 Kommentare deaktiviert für Schluss mit kostenlos: Google will für Android ab 2018 Nutzungsgebühren erheben Kommentar(e)

„Android wird immer kostenlos bleiben“. Wir erinnern uns an diese vollmundigen Sprüche aus dem Hause Google. Doch wenn es nach den Plänen des Konzerns geht, wird es damit bald vorbei sein. Für die Nutzung des Betriebssystems und der damit verbundenen Dienste soll bereits ab 2018 eine Service-Pauschale von 5,99 Dollar im Jahr erhoben werden.

(Foto: Google)

(Foto: Google)

Kostenlose Weiternutzung mit Einschränkungen

Die Anforderungen an die Weiterentwicklung des Betriebssystems werden, wie ein Google-Sprecher betont, immer größer, sodass langfristig keine Aussicht besteht, es weiterhin kostenfrei verfügbar zu machen. In der Folge habe sich der Konzern daher entschieden, bald eine „moderate“ Service-Pauschale zu erheben.

Natürlich sind die umgerechnet 50 Cent im Monat keine Riesensumme. Dennoch dürfte zu erwarten sein, dass sich viele Nutzer an dieser neuen Firmenpolitik verschlucken werden – zumal Apple weiterhin auf eine solche Pauschale verzichten wird. Es ist zwar möglich, Android auch weiterhin kostenfrei zu nutzen, allerdings werden dann die Funktionen erheblich eingeschränkt sein: Der Zugriff auf den Play Store bleibt ebenso verwehrt, wie etwa die Nutzung der Sprachassistenten. Wer nicht zahlen möchte, ist auf Gedeih und Verderb auf die Apps angewiesen, die herstellerseitig vorinstalliert sind. Entsprechende Vereinbarungen mit Smartphone-Herstellern sind bereits in Vorbereitung.

Die Gebühr wird jährlich erhoben und kann auf den bekannten Wegen über den Play Store bezahlt werden. Die herfür nötige Infrastruktur wird gerade vorbereitet, das endgültige Aus für das kostenlose Betriebssystem dürfte am Juli 2018 kommen. Ob Android danach langfristig immer noch die beliebteste Plattform für mobile Endgeräte bleibt, wird sich im Laufe der Zeit ergeben. In Anbetracht der hohen Nutzerzahl dürfte diese Maßnahme allerdings einige weitere Milliarden Dollar in die Kassen des Konzerns spülen.

Quelle: Google

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