Smarte Pampers? Der Hersteller schlie├čt dergleichen nicht aus

Michael Derbort 3. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Die Digitalisierung treibt mitunter kuriose Bl├╝ten. In einem Interview mit der Welt am Sonntag hat die Verantwortliche f├╝r Produktneuentwicklungen des Procter & Gamble-Konzerns, Kathy Fish, nicht ausgeschlossen, dass es in naher Zukunft denkbar sei, dass die ber├╝hmten Windeln auch mit dem Smartphone der Eltern kommunizieren k├Ânnten.

Bild: schenzelarts/pixelio.de

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Fortschritt oder Irrsinn?

Wir geben uns zun├Ąchst einmal ewig gestrig: ├ťber Jahrtausende hinaus wissen M├╝tter immer, wann sie ihren Babys die Windeln wechseln m├╝ssen. Die Kommunikation funktioniert seit jeher tadellos. Pl├Âtzlich tauchen immer mehr Produkte auf, die eben diese Kommunikation mit elektronischer Hilfe verbessern, ja, sogar elterliche Zuwendung automatisieren wollen.

Sind wir dar├╝ber hinaus mal l├Ąsterlich: Wie sieht denn die passende App zur Pampers aus? Warnt sie nur, wenn es Zeit zum Wechseln der Windel ist oder gibt es auch etwa eine Funktion, die anschlie├čend automatisch in Facebook hinausposaunt, wenn der Nachwuchs mal wieder die Ladung zur Entsorgung bereitgestellt hat?

├ťberhaupt stellt sich die Frage nach den Vor- und Nachteilen von solchen Weiterentwicklungen. Werden danach j├Ąhrlich Tonnen von Windeln mit eingebauten Sensoren nebst Elektronik entsorgt? Wie sinnvoll ist dergleichen alleine unter Umwelt-Aspekten? Geh├Âren, um es nochmals zu ├╝berspitzen, gebrauchte Windeln k├╝nftig in den Elektronikschrott?

Laut Fish, befindet sich solch eine High-Tech-Windel noch in der Brainstorming-Phase. Ob und wann eine solche Neuerung in den Supermarkt-Regalen zu finden ist, steht noch nicht fest. Es ist allerdings fr├╝her oder sp├Ąter damit zu rechnen, dass die zunehmende Technisierung ├╝ber kurz oder lang auch Einzug in die Bereiche unseres Lebens erh├Ąlt, an die wir in diesem Augenblick gar nicht denken.

Procter & Gamble arbeitet auf jeden Fall an derartigen Innovationen und l├Ądt seinerseits kreative K├Âpfe dazu ein, zusammen mit dem riesigen Konzern neue und innovative Produkte zu entwickeln. Wir blicken gespannt, aber auch mit einem bangen Auge in die Zukunft.

Quelle: Welt am Sonntag

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