Sony denkt ├╝ber einen Verkauf der Mobilfunksparte nach – das w├Ąren die Folgen f├╝r uns

14. Januar 2015 0 Kommentar(e)

Es ist kein Geheimnis, dass Sony auf dem Mobilfunkmarkt seine Probleme hat. Die Absatzzahlen haben in den letzten Wochen und Monaten zu w├╝nschen ├╝brig gelassen, weshalb man nun angeblich einen Verkauf in Erw├Ągung zieht. Welche Folgen das nach sich zieht wollen wir hier kurz anschneiden.

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Sony baut schon seit Jahren sehr gutaussehende und vor allem robuste Ger├Ąte, die auch bei deren Anh├Ąngern mehr als beliebt sind. Das Problem daran ist, dass die Smartphones kaum Abnehmer finden und vor allem in den USA die Ger├Ąte zum Gro├čteil Ladenh├╝ter sind. Eigentlich ├╝berraschend, denn alle Xperia-Ger├Ąte sind nicht nur optisch ansprechend, sondern k├Ânnen auch bei der technischen Ausstattung punkten. Vor allem die wasser- und staubdichte Bauweise wird den Ger├Ąten immer wieder hoch angerechnet. Als Grund f├╝r die geringen Absatzzahlen vermuten diverse Experten die wenigen Werbema├čnahmen und dadurch den kaum bekannten Markennamen.

Das Xperia Z3 unterscheidet sich kaum von seinem Vorg├Ąnger, dem Z2.

Das Xperia Z3 unterscheidet sich kaum von seinem Vorg├Ąnger, dem Z2.

Ma├čnahmen

Nat├╝rlich l├Ąsst uns das gr├╝beln und ├╝berlegen was Sony denn besser machen k├Ânnte um seine Tablets und Smartphones an den Mann zu bekommen. In erster Linie f├Ąllt uns nat├╝rlich eine aktivere Marketingstrategie ein. Zum anderen k├Ânnte der Hersteller den Ver├Âffentlichungszyklus der Top-Smartphones ├╝berdenken. Immerhin stellen die Japaner fast alle 6 Monate ein neues Flaggschiffger├Ąt vor, wobei diese meist nicht einmal gro├čartige Ver├Ąnderungen mit sich bringen. Bestes Beispiel ist das Xpiera Z3: Neben der leicht erh├Âhten Taktfrequenz des Snapdragon 801 und des ├╝berarbeiteten Covers gleicht das Z3 seinem Vorg├Ąnger wie ein Ei dem anderen.

Unterm Strich soll das hei├čen, dass sich der Hersteller mit der Ver├Âffentlichung von neuen Ger├Ąten durchaus mehr Zeit lassen kann, denn die Kunden sind bereits mit einem Top-Ger├Ąt ausgestattet und wollen ohnehin nicht alle sechs Monate upgraden. Hier muss man einfach Apple loben. Jedes Jahr ein Smartphone auf den Markt zu bringen ist vollkommen ausreichend. Klar beim Unternehmen aus Cupertino werden auch bei den S-Modellen nur kleine ├änderungen eingebaut, allerdings ist das ein deutlich gr├Â├čerer Abstand als bei Sony.

Zu guter Letzt g├Ąbe es nat├╝rlich auch noch die M├Âglichkeit sich einen Partner ins Boot zu holen. Bereits vor dem Aufstieg der Smartphones gab es bereits eine Kooperation mit Ericsson. Ein Partner an der Seite von Sony k├Ânnte mit Sicherheit wieder frischen Wind in die derzeitig etwas trist wirkende Produktpalette bringen. Spontan f├Ąllt uns hier SHARP f├╝r brillantere Displays oder Harman/Kardon f├╝r ein besseres Sound-Erlebnis ein.

Auswirkungen

Damit w├Ąren wir auch schon beim eigentlich Thema: Der Verkauf der Mobilfunksparte. Derzeit ist noch nichts fix oder in irgendeiner Form ver├Âffentlicht worden, allerdings hat sich in der Vergangenheit bereits ein Pressesprecher ge├Ąu├čert und mit den Worten ÔÇ×Kein Gesch├Ąft gibt es ewigÔÇť zumindest anklingen lassen, dass man den Verkauf in Erw├Ągung gezogen hat.

F├╝r uns Konsumenten und (noch) ÔÇ×Nicht-KundenÔÇť des Herstellers bedeutet das den Verlust einer Konkurrenz und eines trotzdem wichtigen Players. Immerhin ist es mehr oder weniger Sonys verdienst, dass immer mehr Hersteller selbst bei den Flaggschiff-Ger├Ąten auf eine IP-Zertifizierung achten und somit die Ger├Ąte staub- und wasserresistent machen. Weniger Konkurrenz bedeutet in der Folge nat├╝rlich, dass sich die gro├čen Hersteller auf ihren Technologien ausruhen und kaum mehr Energie und Aufwand in die Weiterentwicklung stecken. Zwar h├Ąlt sich diese Gefahr noch in Grenzen, denn neben Samsung und Apple gibt es noch viele weitere Smartphone-Bauer, allerdings w├Ąre der Wegfall von Sony Mobile schon sehr schmerzhaft.

Wer ein Sony-Smartphone bereits besitzt k├Ânnte die Auswirkungen auf eigenem Leibe direkt sp├╝ren. Sollte der Sektor an einen anderen Hersteller ├╝bergehen ist es durchaus wahrscheinlich, dass die Marke Sony einstampft und folglich auch die Versorgung der Ger├Ąte mit Updates und ├Ąhnlichem eingestellt wird.

Abschlie├čend k├Ânnen wir eigentlich nur sagen, dass wir es nur ungern sehen w├╝rden, dass Sony in den Besitz eines anderen Herstellers wandert. Wie es weitergehen wird und ob das Ger├╝cht ├╝berhaupt der Wahrheit entspricht bleibt abzuwarten. Wir halten euch aber nat├╝rlich auf dem Laufenden.

Quelle: Reuters

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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