Sony will seine Smartphone-Abteilung verkaufen

Redaktion 11. Oktober 2015 2 Kommentar(e)

Sony geht es nicht gut. Nachdem bereits die Laptop-Sparte abgestoßen wurde, steht es nun auch um den Smartphone-Bereich nicht gut. Sollte die Sparte in einem Jahr nicht profitabel sein, droht der Ausstieg aus dem hart umkämpften Markt.
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Das kommende Jahr entwickelt sich langsam zum Schicksalsjahr für Smartphone-Hersteller. Nachdem BlackBerry bereits den Ausstieg aus dem Smartphone-Bereich angekündigt hat, sollte das Unternehmen nicht innerhalb eines Jahres wieder profitabel sein, startet Sony nun den gleichen Countdown.

Sony befindet sich schon seit einiger Zeit in der Krise. Nachdem die Vaio-Laptop-Sparte abgestoßen und der Fokus auf Fotosensoren und Gaming neuausgerichtet wurde, schien es erst mal wieder bergauf zu gehen. Doch nun muss der japanische Konzern sich das nächste Sorgenkind kümmern, nämlich die Xperia-Smartphones. Die Sparte wirft seit längerer Zeit keinen Gewinn mehr ab. Es folgten mehrere Umstrukturierungen in dem Bereich, die zwar zu tollen Smartphones führten, die allerdings im Vergleich zur starken Konkurrenz aus China allerdings ziemlich teuer sind. Daraus resultiert, dass die Xperia-Geräte selbst auf dem japanischen Heimatmarkt nur mickrige 17,5 Prozent Marktanteil besitzen, in den USA ist es sogar unter einem Prozent.

Die Konzernleitung hat sich diese Situation nun eine Weile angesehen und die unprofitable Sparte durchgefüttert, allerdings ist damit nun bald Schluss. Gegenüber Reuters erklärte Sonys CEO Kazuo Hirai:

„Wir werden mit dem Geschäft, solange fortsetzen, wie wir auf dem richtigen Weg sind, das Szenario des Break-even im nächsten Jahr zu erreichen. Ansonsten ziehen wir Alternativen in Erwägung.“

Nun muss man kein Hellseher sein, um zu erahnen, was mit diesen Alternativen gemeint ist. Der Xperia-Reihe droht also das gleiche Schicksal wie den Vaio-Laptops. Kann Sony das Ruder noch mal herumreißen? Mit einem 4K-Display in einem Smartphone dürfte dies eher nicht gelingen – da sind schon andere Maßnahmen nötig, die sich näher am Kunden orientieren. Eine entschlackte Benutzeroberfläche ist da nur ein kleiner Schritt in die richtige Richtung. Aber viele kleine Schritte können ja auch zum Erfolg führen.

Quelle: Reuters (via Giga Android)

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