Aus f├╝r Roaming: M├╝ssen Konsumenten mit h├Âheren Tarifen rechnen?

Sponsored Post 9. September 2016 0 Kommentar(e)

 

Die EU plant mit 17. Juni 2017 den Wegfall der Roaminggeb├╝hren innerhalb der EU, f├╝r 90 Tage im Jahr. Damit wird es m├Âglich, die im Tarifpaket enthaltenen Daten, Minuten und SMS auch im Ausland zu n├╝tzen und zwar zu denselben Konditionen wie im Inland.┬á

Diesen Grundgedanken ÔÇô kosteng├╝nstiges Surfen und Telefonieren innerhalb der EU ÔÇô begr├╝├čt auch der ├Âsterreichische Mobilfunkanbieter spusu. „F├╝r die Konsumenten ist dies eine sehr erfreuliche Entwicklung, die wir von spusu voll und ganz unterst├╝tzten. Aber die EU hat ihre Aufgaben noch nicht richtig gemacht“, warnt spusu-Gesch├Ąftsf├╝hrer Dipl. Ing. Franz Pichler.

Der Grund: Um den Auslandsdienst zu gew├Ąhrleisten m├╝ssen heimische Mobilfunkanbieter rund zehn Mal (!) h├Âhere Netzgeb├╝hren im betroffenen Land entrichten, was zwangsl├Ąufig mit einer Erh├Âhung der Tarife im Inland einhergehen w├╝rde.

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EU mit Rechenschw├Ąchen

Dies wird durch ein simples Rechenbeispiel deutlich: Als Netznutzungsgeb├╝hr ÔÇô also jene Betr├Ąge, die ein ├Âsterreichischer Anbieter an ausl├Ąndische Netzbetreiber zahlen muss ÔÇô schl├Ągt die EU-Kommission Preise in H├Âhe von 4 Cent pro Minute, 1 Cent pro SMS und 0,85 Cent pro Megabyte vor.
Verbraucht der Kunde seine gesamten Freieinheiten, zum Beispiel im Tarif „spusu 12.000“ (1.000 Minuten, 1.000 SMS und 10 GB Daten um 19,79 Euro) im Ausland, h├Ątte dies f├╝r den Anbieter eine Kostenbelastung von 135 Euro zur Folge. „Den Einnahmen von aufgerundet 20 Euro stehen Ausgaben von 135 Euro gegen├╝ber. Man muss kein Mathematik-Genie sein um die Problematik dieses Szenarios zu erkennen“, so Pichler.

Datenschiffe zerschellen am Kosteneisberg

In anderen Worten bedeutet das, dass die immer st├Ąrker werdenden Tarife mit gro├čen Datenmengen zunehmend zur Kostenfalle f├╝r Mobilfunkanbieter ohne internationalem Netzwerk werden. „Anstatt einen vielf├Ąltigen Markt im Mobilfunk-Segment zu f├Ârdern, sch├╝tzt die EU damit nur gro├če Mobilfunkbetreiber, die in einem Gro├čteil der EU-L├Ąnder auf die eigenen Netze zur├╝ckgreifen k├Ânnen. Jene Anbieter, die keine eigene Netzinfrastruktur besitzen werden dadurch an den Rand gedr├Ąngt“, ist Pichler ├╝berzeugt und weiter: „Die Politik der EU zielt auf eine Marktkonsolidierung auf europ├Ąischer Ebene ab, bei der die kleineren, g├╝nstigeren Mobilfunkanbieter auf der Strecke bleiben und die Konsumenten f├╝r die Allmachtsfantasien der Gro├čkonzerne letztlich die Zeche zahlen werden.“

Netzgeb├╝hren m├╝ssen drastisch gesenkt werden

Das birgt auch schwere Folgen f├╝r ├ľsterreichs Wirtschaft, denn die Gewinne der Mobilfunkanbieter werden damit ins Ausland transferiert. Und die Folgen derartiger Entwicklungen sind aktuell in der Causa Apple-Irland zu beobachten.
Im Klartext: Das geplante Konzept zur Abschaffung der Roaminggeb├╝hren hilft weder dem Mobilfunkanbieter noch dem Kunden. Die Konsumenten werden durch unklare Regelungen und nicht eingehaltenen Versprechen verunsichert, w├Ąhrend Provider f├╝r faire Tarife im┬áEndeffekt draufzahlen. Pichler abschlie├čend: „Die L├Âsung f├╝r dieses Dilemma ist denkbar einfach: Die Rechenschw├Ąche der EU kann nur durch eine Senkung der internationalen Netznutzungsgeb├╝hren auf ein Zehntel der vorgeschlagenen Preise verhindert werden, also auf ein Preisniveau, wie es bereits in ├ľsterreich ├╝blich ist. Das wird notwendig sein, um die Existenz der g├╝nstigeren, fairen Anbieter und damit auch einen regulierten Wettkampf sowie ein niedriges Preisniveau langfristig garantieren zu k├Ânnen. Wir begr├╝├čen die Pl├Ąne der EU-Kommission, aber diese d├╝rfen nicht auf dem R├╝cken der g├╝nstigen Mobilfunkanbieter und der Konsumenten ausgetragen werden.“

Quelle: spusu

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