Swatch schikaniert Apple und will sich „One More Thing“ sichern lassen

Peter Mußler 24. August 2015 0 Kommentar(e)

„One More Thing“ – es sind drei kleine Worte, die wie keine zweiten für Steve Jobs und damit für Apple selbst stehen. Swatch sieht das aber offenbar anders: Der schweizerische Uhrenhersteller möchte sich beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum eben jene Kult-Phrase sichern lassen und für eigene Produkte verwenden. 

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Mit der Apple Watch wildert Apple im Uhrenmarkt. Will sich Swatch deshalb „One More Thing“ sichern lassen?

Mit der Apple Watch wildert Apple im Uhrenmarkt. Will sich Swatch deshalb „One More Thing“ sichern lassen?

Ist das nun Runde 2 im Scharmützel zwischen Swatch und Apple? Seitdem die Apple Watch im Frühjahr auf den Markt gekommen ist und in den Jagdgefilden der traditionsreichen Uhrenherstellers wildert, kriselt es zwischen beiden Unternehmen. Dass Apples erste Smartwatch nicht den eigentlich viel passenderen Namen „iWatch“ trägt, liegt übrigens an Swatch – denn das Unternehmen besitzt die Markenrechte an „iWatch“ und kündigte bereits an, sich im Fall der Fälle gerichtlich gegen Apple zur Wehr setzen zu wollen, falls der iPhone-Hersteller doch auf die Idee käme, seine Computeruhr „iWatch“ zu nennen. Dazu ist es bekanntlich nicht gekommen.

Das böse Blut zwischen den beiden Konzernen ist aber offenbar immer noch vorhanden – zumindest auf Seiten von Swatch. Denn wieso sich das 1983 gegründete Unternehmen nun ausgerechnet „One More Thing“ schützen lassen will, wissen wohl nur die Schweizer selbst. Dass Swatch an einer eigenen Smartwatch arbeitet, die mit einer Akkuladung ein halbes Jahr durchhalten soll, ist schon länger bekannt. Möglicherweise steckt ja genau dieses Ansinnen dahinter – denn eine Swatch-Smartwatch, die mit „One More Thing“ beworben wird, wäre ja ein PR-Coup sondergleichen.

Widerspruch – von Apple?

Beim Eidgenössischen Institut für geistiges Eigentum hat Swatch bereits im Dezember 2014 die Wortmarke „One More Thing“ beantragt, der Vorgang selbst ist aber erst jetzt ans Tageslicht gelangt. Neben der Schweiz erstreckt sich die Wortmarke auf 43 weitere Länder, die belegten Warenklassen 9 und 14 beinhalten unter anderem Telekommunikationsgeräte, Media Player, Computer und Uhren. Noch wurde Swatch die Wortmarke aber nicht endgültig zugesprochen – es ist noch ein Widerspruch anhängig, der erst überprüft werden muss. Wer den Widerspruch eingelegt hat, ist nicht bekannt. Es dürfte aber sehr wahrscheinlich sein, dass es sich hier um Apple handelt.

Wie findet ihr es, dass sich Swatch „One More Thing“ sichern lassen will? 

Quelle: Mobile Geeks

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.