Uber vs. Google: Google baut Uber-Konkurrenten, während Uber an selbstfahrenden Autos schraubt

Redaktion 3. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Wie du mir, so ich dir: Könnte es zwischen Google und Uber bald zum Bruch kommen? Angeblich soll Google einen eigenen Fahrdienst planen, der mit dem umstrittenen Taxi-Service in Konkurrenz tritt. Uber wiederum wird bald mit der Carnegie Melon University zusammenarbeiten, um offenbar selbstfahrende Autos zu entwickeln. 

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Googles selbstfahrende Autos könnten bald vielleicht Uber Konkurrenz machen.

Googles selbstfahrende Autos könnten bald vielleicht Uber Konkurrenz machen.

Wie der Finanzdienst Bloomberg aktuell berichtet, soll¬†Google an einem Uber-Konkurrenten arbeiten. Das neue Google-Projekt soll demnach, genau wie Uber selbst, ein Service zur Vermittlung von Fahrten werden. M√∂glicherweise wird¬†das Projekt auch in Verbindung mit Googles selbstfahrenden Autos stehen, spekuliert Bloomberg. Das w√ľrde Sinn ergeben: Googles autonome Autos und ein Dienst zur Vermittlung von Fahrten w√ľrden tats√§chlich perfekt zueinander passen. Brisant: Google ist einer der gr√∂√üten Investoren Ubers. Der Suchmaschinenbetreiber hat nicht nur 260 Millionen US-Dollar in Uber investiert, der Google-Manager David Drummond sitzt auch im Verwaltungsrat des Taxi-Services. Laut Bloomberg soll Drummond den Verwaltungsrat bereits √ľber die Google-Pl√§ne informiert haben. Dort solle¬†aktuell dar√ľber beraten werden, ob man Drummond zum R√ľckzug seines Postens aufordern wird.

Wiederholt sich die Geschichte?

Der mögliche Disput erinnert an das zwiespältige Verhältnis zwischen Apple und Google in den Jahren nach der Vorstellung Androids. Anfangs saß Eric Schmidt, ehemaliger CEO Googles, auch im Aufsichtsrat von Apple. Nachdem 2009 mit dem G1 das erste Android-Smartphone auf den Markt kam und es immer deutlicher wurde, dass Android und iOS zu erbitterten Gegnern im Kampf um die Smartphone-Krone werden, konnte der Interessenkonflikt Schmidts nicht mehr geleugnet werden und er verließ schließlich den Apple-Verwaltungsrat. Diese Geschichte könnte sich mit Drummond in der Hauptrolle jetzt wiederholen.

Alles nur ein Missverst√§ndnis…

Kurz nach Erscheinen des Bloomberg-Berichts schien das Wallstreet Journal der Geschichte aber etwas den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dort hei√üt es, dass sich das omin√∂se Google-Projekt gar nicht gegen Uber richte, sondern lediglich f√ľr den internen Gebrauch gedacht sei. Google-Mitarbeiter w√ľrden sich mit dem Service, berichtet das WSJ unter Berufung auf einen Insider, zu Mitfahrgemeinschaften verabreden. Au√üerdem sei keine¬†Koppelung mit den selbstfahrenden Autos des Internetgiganten angedacht. Welche Story nun der Wahrheit entspricht, ob die von Bloomberg oder des Wallstreet Journals, l√§sst sich derzeit wohl nicht abschlie√üend beurteilen.

… oder doch nicht?

Klar aber ist, dass Google und Uber auf mittlere bis lange Sich tats√§chlich zu Konkurrenten mutieren¬†k√∂nnten. Die Verbindung von Googles selbstfahrenden Autos und einer entsprechenden Taxi-App passt, wie eingangs erw√§hnt, wie die sprichw√∂rtliche Faust aufs Auge. Au√üerdem ist das Unternehmen aus Mountain View auch daf√ľr bekannt, bei Erfolgsaussichten gerne mal in den Gefilden anderer Unternehmen zu fischen: Auf das iPhone folgte Android, auf Microsoft Office Google Text und Tabellen, auf Facebook und Twitter Google Plus usw. Des weiteren generiert Google 90 Prozent seines Umsatzes noch immer aus Werbeanzeigen ‚Äď eine Diversifizierung des eigenen Gesch√§fts ist also weiterhin dringend notwendig. Die Zusammenarbeit, die Uber au√üerdem mit der Carnegy Melon University bekanntgab, um ein ‚ÄěZentrum f√ľr fortgeschrittene Technologien‚Äú zu gr√ľnden, d√ľrfte Google auch hellh√∂rig werden lassen. Die Universit√§t ist f√ľhrend auf dem Gebiet des autonomen Autofahrens. Christopher Urmson, Leiter des Google-Projekts f√ľr selbstfahrende Autos, kommt ebenfalls von dort. Zudem hat Travis Kalanick, Chef und Mitgr√ľnder von Uber, letztes Jahr bereits angek√ľndigt, dass das Start-up in Zukunft auch auf autonome Fahrzeuge setzen werde. Damals wurde jedoch angenommen, dass Gro√üinvestor Google die entsprechende Technologie zur Verf√ľgung stellen werde ‚Äď das ist jetzt nicht mehr so sicher.

Was meint ihr: Sollte Google versuchen, einen Uber-Konkurrenten auf die Beine zu stellen? 

Quelle: Bloomberg, WSJ (via SpOn, heise)

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