Version 4.4 des Play Stores bringt Neuigkeiten zu Google NewsStand

Tam Hanna 20. Oktober 2013 2 Kommentar(e)

Das Anzeigen von Zeitungsinhalten gilt seit jeher als Paradedisziplin für Tablets. Google’s NewsStand-Angebot geistert seit rund einem Jahr durch die Gerüchteküche – in der aktuellen Play Store-APK finden sich Hinweise darauf, dass ein Release in greifbare Nähe rückt.

In Version 4.4 – das APK ist vor wenigen Tagen bei AndroidPolice aufgetaucht – fand sich eine Vielzahl von Strings, die auf die praktische Implementierung der Funktion hinweisen. Die erste und wichtigste Neuerung ist, dass der Store ab sofort nicht mehr auf den Namen Google Play News hört. Der neue Name ist Google Play Newsstand, was soviel wie Google Play-Zeitungsständer bedeutet.

Hinweis von Androidpolice auf Google Play News

In der Vergangenheit enthielten die APKs des Play Stores immer wieder Elemente von Google Play Newsstand (Bildquelle: Android Police)

Der technische Aufbau dürfte aus zwei seperaten Applikationen bestehen: der Play Store handhabt die IAP-Transaktionen, während der eigentliche Anzeigevorgang von einem seperaten Programm erledigt wird. Darauf weisen mehrere Strings in der APK-Datei des Play Stores hin, die den Nutzer zum Download des Anzeigeprogramms auffordern.

Amüsanterweise soll der Newsstand kostenlose Probeabonnements anbieten – über die dahinterstehenden Modalitäten ist noch nichts bekannt.

Noch ist nicht klar, wie Google’s Zusammenarbeit mit den diversen Verlagen ablaufen wird. Viele technisch unerfahrene Verlagsmanager sehen den Internetriesen als extremen Konkurrenten – die österreichische Literaturverwertungsgesellschaft betrieb ein (selbst für technisch bewandete Mitglieder) nur mehr lächerliches Googlebashing.

Andererseits geht es den meisten Verlagen finanziell alles andere als gut. Notfalls könnte Google seine bisher Strategie ändern, und Verlage mit dem Blacklisting aus der Suchmaschine bedrohen – das Statuieren von einem oder zwei Exempeln dürfte genügen, um die Machtverhältnisse zu klären. Allerdings dürfte das nicht notwendig sein: die hinter dem WeTab stehende Chaostruppe hatte mit dem Ausliefern brauchbarer Hardware ihre liebe Not; Verlagsmanager umkreisten das Unternehmen indes wie Schmeißfliegen auf der Suche nach Nahrung.

Wenn Google den Verlagen irgendeine Art von digitalem Geschäftsmodell anbietet (und ein oder zwei Referenzkunden findet), dürfte die Adoption des Diensts zum Selbstläufer werden. Apple hatte mit seinem Newsangebot aufgrund der traditionellen Nähe zu Medienhäusern weniger Startschwierigkeiten – doch auch dort galt, dass das Masseninteresse erst nach dem Publikwerden einiger Erfolgsstorys einsetzte.

Denkt ihr, dass sich Google Play Newsstand gegen die bisherigen Verlags-Apps durchsetzt?

Quelle: AndroidPolice

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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