YouTube schreibt trotz einer Milliarde Zuschauer im Monat rote Zahlen

Redaktion 28. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Videos im Internet sind nahezu synonym mit YouTube. Doch auch ├╝ber 8 Jahre nachdem Google die Videoplattform gekauft hat, gelingt es nicht, mit den mehr als einer Million Besuchern jeden Monat schwarze Zahlen zu schreiben.

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YouTube scheint unheimlich erfolgreich. Die Videoplattform ist mit Abstand der gr├Â├čte Vertreter seiner Art und ├╝berall im Netz laufen einem eingebundene Videos und Links zu diesen ├╝ber den Weg. Das bisher erfolgreichste Video, das uns├Ągliche Gangnam Style hat l├Ąngst die 2 Milliarden Views geknackt und dabei den YouTube-Z├Ąhler kurzzeitig kaputt gemacht. Jeden Monat schauen sich ├╝ber eine Milliarde Nutzer Videos auf YouTube an. Wenn man ├╝berlegt, dass ungef├Ąhr drei Milliarden Menschen weltweit ├╝berhaupt Zugang zum Internet haben, ist diese Zahl schwer beeindruckend.

Und doch ist YouTube nicht so erfolgreich, wie man meinen m├╝sste, denn trotz der vielen Nutzer jeden Monat, wirft die Videoplattform bisher keinen Gewinn f├╝r Google ab. Dies liegt zum einen nat├╝rlich an den immensen Kosten f├╝r die Infrastruktur, die sicherstellt, dass wir die Videos m├Âglichst schnell und hochaufl├Âsend genie├čen k├Ânnen. Ein weiterer Faktor ist aber auch, dass die wenigsten Nutzer YouTube.com direkt ansurfen, sondern Videos meist eingebettet auf anderen Websites oder Social Networks anschauen. Dies macht es unheimlich schwer, durch geschaltete Werbung auf der Homepage Geld zu verdienen.

Allerdings ist Google daf├╝r bekannt, deutlich l├Ąnger angelegte Strategien zu verfolgen. Noch kann das Unternehmen die Videoplattform durchf├╝ttern und weiter mehr und mehr Nutzer an sich binden, bevor dann mit Angeboten wie MusicKey auch kostenpflichtige Dienste eingef├╝hrt werden. Allerdings darf sich YouTube auch nicht zu viel Zeit lassen, denn Netflix und Amazon beweisen, dass f├╝r qualitativ hochwertige Videoproduktionen auch einen monatlichen Beitrag von den Zuschauern verlangen kann und Facebook, Yahoo und Co machen YouTube mit eigenen Videoplattformen zudem ebenfalls immer mehr Konkurrenz.

Quelle: Wall Street Journal (via Engadget)

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