Die 10 beliebtesten und schrecklichsten Passwörter deutscher Internet-Benutzer

Hartmut Schumacher 22. Dezember 2016 Kommentare deaktiviert für Die 10 beliebtesten und schrecklichsten Passwörter deutscher Internet-Benutzer Kommentar(e)

Viele Anwender entscheiden sich für simple und unoriginelle Kennwörter – und machen dadurch Internet-Kriminellen das Leben unnötig einfach. In einer Datenbank kannst du nachsehen, ob du bereits gehackt wurdest.


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(Foto: HPI / Kay Herschelmann)

(Foto: HPI / Kay Herschelmann)

Bei deutschen Internet-Nutzern sind weiterhin schwache und unsichere Passwörter am beliebtesten – trotz beinahe täglicher Pressemeldungen über Daten- und Identitätsdiebstähle. Dies ist eines der Ergebnisse einer Studie des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), für die Wissenschaftler etwa 1 Milliarde Nutzerkonten untersucht haben, die aus 31 veröffentlichten Daten-Leaks stammen und im Internet frei verfügbar sind.

Die Top Ten der beliebtesten deutschen Passwörter:

  1.  hallo
  2.  passwort
  3.  hallo123
  4.  schalke04
  5.  passwort
  6.  qwertz
  7.   arschloch
  8.   schatz
  9.  hallo
  10.  ficken

„Es gibt keinen 100-prozentigen Schutz vor Identitätsdiebstahl“, erläutert Professor Christoph Meinel (siehe Bild), HPI-Direktor und Mitautor der Studie. „Aber wer sein Passwort auf dieser Liste entdeckt, sollte es schnellstmöglich ändern.“ Für kriminelle Hacker sei es ein Leichtes, über schwache Passwörter Zugriff auf persönliche Informationen und Accounts zu bekommen. „Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Kriminelle mit dem Handel gestohlener Identitäten sehr viel Geld verdienen und welcher Schaden ihnen entstehen kann“, so Meinel. Er empfehle daher allen Internet-Nutzern, Passwörter nicht für mehrere Accounts zu nutzen, die Passwörter regelmäßig zu wechseln und sie möglichst von Software generieren zu lassen, beispielsweise mit Hilfe von Passwort-Managern.

Bist auch du betroffen?

Im Jahr 2016 wurden gleich mehrere Daten-Leaks bekannt, die Hunderte Millionen Nutzer betrafen. Unter den gehackten Unternehmen befanden sich so bekannte Namen wie Yahoo, LinkedIn und MySpace.

Wer herausfinden möchte, ob er selbst bereits Opfer eines Datendiebstahls geworden ist, der kann dies sehr leicht mit Hilfe des „HPI Identity Leak Checker“ auf der Web-Site des Hasso-Plattner-Instituts erledigen. Dieser Dienst ermöglicht den Abgleich der eigenen E-Mail-Adresse mit über 2 Milliarden gestohlenen Identitätsdaten.

Quellen: Hasso-Plattner-Institut, HPI Identity Leak Checker

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.

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