Die Finnen spielen gerne, die Amis kommunizieren gerne und die Franzosen fotografieren gerne

16. Januar 2012 0 Kommentar(e)

Die Finnen sind am verspieltesten, die Japaner am produktivsten und die US-Amerikaner am kommunikativsten. Ja, und die Finnen haben eine hohe Selbstmordrate, die Japaner fotografieren gerne und die Amerikaner sind dick, werdet ihr sagen. Kann sein, die erstgenannten Eigenschaften lassen sich jedenfalls aus der Verwendung von Apps ablesen.

Xyologic erfasst monatlich die heruntergeladenen Apps eines Landes und dies auf der ganzen Welt. So erfahren wir aus diesen Statistiken, dass in Finnland drei Viertel aller heruntergeladenen Apps Spiele sind, den niedrigsten Spieleanteil gibt es erwartungsgemäß in China (11,7%). In diesem Land liegt diese Kategorie nicht einmal an der Spitze, sondern Bücher und Nachschlagewerke (18%). Interessant ist auch, dass die Kategorie Spiele in den USA mit 27% einen relativ niedrigen Anteil hat, den niedrigsten nach China. Ebenfalls keine Spielernaturen sind mit Ausnahme der Finnen die restlichen Skandinavier (Norwegen 33%, Schweden 36%) und die Spanier (34,7%). In Zentraleuropa liegen die Polen mit 53,3% und die Tschechen mit 49,8% bei den Spielen voran und im Westen Europas sind die Briten mit 56% recht verspielt. Zwischen Deutschland (45,6%), Österreich (44,5%) und der Schweiz (45,7%) gibt es keine signifikanten Unterschiede.

Anteile der Spiele-Apps in Prozent (Grafik: CDA Verlag, Daten: Xylogic)

Anteile der Spiele-Apps in Prozent (Grafik: CDA Verlag, Daten: Xylogic)

Am musikalischsten sind übrigens die Bürger der USA: 5,8% aller App-Downloads kommen aus der Kategorie „Musik und Audio“. Die Franzosen haben hingegen mit 2,1% mit Musik am wenigsten am Hut.

Recht gesundheitsbewusst leben die Tschechen, denn immerhin 7,7% aller Apps lassen sich in die Rubrik „Gesundheit und Fitness“ einordnen. Richtige Sportmuffel sind  hingegen die Japaner mit nur 1%. Das deutschsprachige Volk liegt hier mit ca. 2,5% in der Mitte.

Stimmt es denn nun tatsächlich, dass die Japaner gerne fotografieren? Wahrscheinlich, nicht jedoch mit dem Smartphone. Denn wenn es nach dem Download von Apps aus der Kategorie „Fotografie“ geht, liegen die Japaner mit 6,7% irgendwo in der Mitte. Angeführt wir diese Kategorie von den Franzosen mit 9,7%, das Schlusslicht bildet Schweden mit 1,8%.

Wie erwähnt sind die Amerikaner am kommunikativsten. Die Kategorie „Kommunikation“ schafft es auf 15,8% Anteil. Ebenfalls recht mitteilsam sind die Schweden (12,5%), die Norweger (7,5%) und die Chinesen (9,8%). Die Deutschen, Österreicher und Schweizer liegen hier mit je ca. 1,7% Anteil recht weit hinten.

Und wie sieht es mit den sozialen Netzwerken aus? Entsprechende Apps sind in den USA sehr beliebt (5,2%), ebenso in Norwegen und Schweden (je ca. 2%), wenig sozial geben sich mit 0,4% die Ungarn.

Auf diese Weise ließen sich noch viele Eigenschaften auswerten. Die Werte beziehen sich im Übrigen auf die Downloads während des Zeitraums vom 8. November bis 8. Dezember 2011. Aus denselben Statistiken kann man übrigens auch berechnen, wie viel man als App-Entwickler im deutschsprachigen Raum verdienen kann. Wir haben berichtet.

 

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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