Dual-Core mini PC mit Android 2.3 als USB Stick – Android überall dabei!

Redaktion 21. November 2011 2 Kommentar(e)

Da soll doch mal einer sagen, Dual Core hätte keine Zukunft: Was bei Smartphones und Tablet PCs schon wieder ein alter Hut ist kommt jetzt dort zum Einsatz, wo man es nicht unbedingt erwarten würde.

Jetzt kommt „any screen computing“

Immer mehr Gadgets setzen auf Android, vom Radiowecker bis zum Fitnessassistenen. Jetzt kommt aber mal etwas ganz ausgefallenes daher, etwas mit dem man jeden Bildschirm oder HDTV zu einem Android-Terminal machen kann.

Dual-Core CPU, HDMI, USB, WLan und Bluetooth in einem Stick (Quelle: laptopmag.com)

Die Norwegische Firma FXI hat einen Prototypen eines USB Stick vorgestellt, der es in sich hat: Zwei Prozessorkerne, um genau zu sein. Ja richtig gelesen, FXI arbeitet an einem Dual Core USB-Stick mit Bluetooth,Wlan, HDMI und USB Anschlüssen – beim CPU handelt es sich übrigens um einen 1.2GHZ Samsung Exynos ARM, den selben den das Galaxy SII verwendet. Als Speichermedium werden microSD Karten genutzt.

Es handelt sich also um eine Art Thin-Client für Android, denn der Stick verfügt natürlich nicht über eine eigene Eingabemethode. Um damit Android an einem beliebigen Bildschirm nutzen zu können, muss der Stick per HDMI angeschlossen werden – aufmerksamen Lesern wird zudem aufgefallen sein, das es keinen Akku gibt – der Strom kommt in diesem Fall per USB, was leider das Anschließen von externen Festplatten schwer machen wird.

Dennoch, ist der Stick mit den Codenamen „Cottoncandy (weil er nur 21g wiegt) erst mal angeschlossen, kann man mit seinem Android-Smartphone, Tablet oder einer Bluetooth Maus/Tastatur das vorinstallierte Android 2.3 steuern und unter anderem Filme in 1080p lokal abspielen und streamen. „Any Screen Computing“ nennen die Erfinder das.

Auch für PC-Freaks interessant

Das das ist längst noch nicht alles, was der Wunderstick drauf haben soll. Steckt man das Teil nämlich an einen Windows oder Mac OS Rechner, so kann man die Android-Oberfläche in einer virtuellen Maschine direkt innerhalb Windows oder Mac OS nutzen. Im Klartext: Man hat seinen eigenen PC immer dabei und kann diesen fast überall anschließen. In weiterer Folge wollen die Entwickler den Stick so weit bringen, das man ihn auch an Smartphones und Tablets anschließen kann, auch an die von Apple. Und auch in Schulen, Unternehmen und Behörden wäre der Einsatz denkbar.

Android auf einem Macbook: Virtualisierung machts möglich! (Quelle: laptopmag.com)

So, und nun kommt das dicke ABER: Es handelt sich bekanntlich um einen Prototypen, und FXI hat momentan nicht vor ein Endprodukt zu entwickeln. Vielmehr möchte man mit anderen Firmen kooperieren und Maßgeschneiderte „Cotton Candys“ anbieten. Eine direkte Verfügbarkeit des Geräts, welches rund 200 USD kosten könnte, ist also noch in weiter Ferne.

(via laptopmag.com)

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