Google, Microsoft und Snap: Hardware als Mittel zum Zweck

Hartmut Schumacher 28. November 2016 Kommentare deaktiviert für Google, Microsoft und Snap: Hardware als Mittel zum Zweck Kommentar(e)

Warum stellt Google Smartphones her? Und weshalb produziert Microsoft Tablets? – Nicht ausschließlich, um direkt mit diesen Geräten Gewinn zu machen.

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(Foto: Snap Inc.)

(Foto: Snap Inc.)

Was haben die drei Unternehmen Google, Microsoft und Snapchat-Hersteller Snap Inc. miteinander gemeinsam? Sie sind alle vorrangig für ihre Software und Dienstleistungen bekannt – haben in letzter Zeit aber aufsehenerregende Hardware auf den Markt gebracht, statt dies Partnerunternehmen zu überlassen.

Was treibt diese Firmen an, sich in den Hardware-Markt zu stürzen, der nur geringe Profite verspricht und von Konkurrenten mit langjähriger Erfahrung beherrscht wird? Die Antwort: Die Hardware soll die Nachfrage nach den Kernprodukten der Unternehmen (wie gesagt: Software und Dienstleistungen) steigern.

Im Falle der Google-Smartphones Pixel und Pixel XL handelt es sich bei diesen Geräten (unter anderem) um eine Möglichkeit, die Fähigkeiten des digitalen Helfers „Google Assistant“ ohne Kompromisse zu präsentieren.

Microsofts Hybrid-Tablets der Surface-Reihe haben andere Hersteller wie Dell und Lenovo dazu gebracht, sich ebenfalls auf diese Gerätekategorie zu konzentrieren. Das bringt Microsoft mehr Windows-Benutzer – dringend nötig in Zeiten, in denen immer weniger Menschen traditionelle Desktop-PCs verwenden. Mit dem dünnen All-in-one-PC Surface Studio hat Microsoft darüber hinaus vor Kurzem ein Gerät vorgestellt, das viel Aufmerksamkeit erhalten – und dadurch das verwendete Betriebssystem Windows in den Augen viele Anwender aufgewertet hat.

Die Snap-Inc.-Sonnenbrille Spectacles (siehe Bild) schließlich, die über eine eingebaute Videokamera verfügt, soll dem Unternehmen dabei helfen, in den Augen der Anwender weiterhin innovativ und hip zu bleiben – und sich so vom Konkurrenten Facebook abzusetzen, der immer mal wieder Snapchat-Funktionen für seine eigenen Dienste nachahmt.

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.