Google-Mutter ‚Alphabet‘ verletzt Markenschutzrechte und wird in ‚ABC‘ umbenannt

1. April 2016 0 Kommentar(e)

Wie kann so etwas passieren? Die erst im August 2015 gegründete, börsennotierte Holding namens Alphabet, zu der auch Google gehört, hat die Markenschutzrechte nicht im Detail geklärt und muss sich nun umbenennen.

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Dass Unternehmern wie Larry Page oder Sergey Brin so was passieren könnte, hätten wir nicht gedacht. Und sie selbst sicher auch nicht. Da verkündete man im August 2015 stolz die Gründung des Mutterkonzerns für Google und überraschte die ganze Medienwelt mit dem mehr oder weniger einfallslosen Namen „Alphabet“. Google war nicht mehr Google. Wir konnten es nicht fassen. Inzwischen wissen wir. Google ist nach wie vor Google, aber an der Börse notiert natürlich die Holding namens „Alphabet“.

Kein Alphabet mehr

Nicht mehr lange übrigens: Denn gestern wurde einem Insider, der nicht genannt werden möchte, ein vertraulicher Schriftwechsel zwischen Larry Page und seinem Rechtsanwalt bekannt, aus dem hervorgeht, dass Ungemach auf Page und seine Firma zukommen dürfte. Ein kleines IT-Unternehmen namens Alfabet Inc. aus Philadelphia hat den etwas größeren Konzern Alphabet Inc. geklagt, weil eindeutig Verwechslungsgefahr bestünde, so der Anwalt des kleinen Namensvetters.

Alfabet sei zwar nicht in allen US-Staaten tätig, sondern lediglich in  Pennsylvania und einigen Nachbarstaaten wie Ohio und Virginia, aber man habe den Firmennamen vor Jahren geschützt und auch der größte Konzern der Welt könne nicht einfach einen verwechslungsfähigen Namen wählen.

Inzwischen wurde sogar bekannt, dass Alfabet eine einstweilige Verfügung erwirkt hat, die von einem Richter in Pennsylvania unterzeichnet wurde und Google dazu zwingt, den Mutterkonzern zumindest einmal im Heimatstaat von Alfabet umzubenennen.

Aus dem offengelegten Schriftwechsel zwischen Larry Page und seinem Anwalt geht hervor, dass Page den Fehler eingesteht. Er habe damals einem anderen Anwalt vertraut, der habe jedoch zu wenig gründlich recherchiert. Aus einer der E-Mails ist abzuleiten, dass Page kein Interesse hat, den Streit fortzusetzen. Er werde den Auftrag geben, Alphabet umzubenennen. Er wäre der Meinung, die Nutzer von Google hätten dafür Verständnis bzw. würden erst gar nicht mitbekommen, dass die Konzernmutter anders hieße.

Nur mehr ABC

Und weil Page offensichtlich mit der Gesamtheit aller lateinischen Buchstaben was am Hut hat, wird das Unternehmen nun schlicht und einfach ABC heißen. Letztere Entscheidung hat er angeblich übrigens erst heute getroffen. Wir halten sie deshalb für einen Aprilscherz. Aber wer weiß …

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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