Kommentar: Haben Firefox OS und Ubuntu am Smartphonemarkt ├╝berhaupt eine Chance?

Redaktion 6. Januar 2013 7 Kommentar(e)

Vor wenigen Jahren h├Ątte man sich nie ertr├Ąumen lassen, dass Smartphones einmal den Handy-Markt regieren werden. Die Frage ist, ob noch weitere Betriebssysteme neben iOS, Android und Windows Phone notwendig sind.

F├╝r den Wettbewerb ist es immer gut, viele Hersteller gleichzeitig auf dem Markt zu haben, da die Konkurrenten sich gegenseitig durch neue Innovationen auszuspielen versuchen und der Wettbewerb bekanntlich den Preis dr├╝ckt. Derzeit liefern sich Android, iOS und Windows Phone ein Battle um die Krone des besten mobilen Betriebssystems, wobei das Redmonder System schon weit abgeschieden ist und auch iOS in puncto „aktivierte Ger├Ąte“ nicht mehr mit Android mithalten kann. Wenn sich schon Apple und Microsoft, zwei Gr├Â├čen im IT-Bereich, kaum gegen Google behaupten k├Ânnen, stellt sich nat├╝rlich die Frage, ob es sich ├╝berhaupt lohnt, wenn noch weitere Entwickler in den Markt der mobilen Betriebssysteme einsteigen.

Android ist derzeit mit 70 Prozent Marktanteil das dominanteste mobile Betriebssystem.

Ubuntu-Anh├Ąnger bieten Potential

W├Ąhrend Android aufgrund der gro├čen Funktionsvielfalt und des g├╝nstigen Preises immer mehr Leute zu sich ins Boot holt, wird Ubuntu Phone OS auf ein intuitiveres Bedienungssystem setzen. Auch die Unterst├╝tzung von HTML 5-Apps wird dem mobilen Betriebssystem mit Sicherheit hoch angerechnet. Doch all dies sind noch nicht wirklich bewegende Gr├╝nde, um Android-Nutzer zu bekehren und einen Umstieg schmackhaft zu machen. Ein gro├čes Potential schlummert in den Linux-Anh├Ąngern. Durch das Angebot eines Plattform-├╝bergreifenden Betriebssystems werden sich mit Sicherheit einige Ubuntu-Nutzer zugunsten eines solchen Phones entscheiden.

Anders als beim Ubuntu-System besitzt Firefox OS nicht wirklich eine gro├če Community, die einen wirklichen Nutzen in dem mobilen Betriebssystem sieht. Allerdings k├Ânnte jenes System die Effizienzkarte spielen, was Mozilla vermutlich auch tun wird. Geringe Hardwareanforderungen erm├Âglichen g├╝nstigere Ger├Ąte und mit g├╝nstigeren Ger├Ąten kann man sich den Einsteigermarkt sichern. F├╝r das Linux-basierte Betriebssystem k├Ânnte dies schwierig werden, da als Mindestanforderungen ein Cortex A9 mit 1 GHz und 512 MB RAM angegeben werden.

Sinnvolle Apps und Sicherheit als Sprungbrett

Das soll jetzt nicht hei├čen, dass die beiden Systeme keine Chance haben, allerdings ist es schwierig sich gegen Android mit den rund 70 Prozent Marktanteil zu behaupten. Als Sprungbrett k├Ânnte ein sehr gut durchdachter und vor allem ├╝berwachter App-Store dienen. W├Ąhrend sich in GoogleÔÇÖs Play Store eine Vielzahl von sinnlosen und gef├Ąhrlichen Apps tummeln, pr├╝fen Apple und Microsoft jene genau, bevor diese ver├Âffentlicht werden – beide Systeme k├Ąmpfen seit jeher mit Kritik. Der Apple/Microsoft-Weg verhindert zum einen, dass gef├Ąhrliche Apps die Massen erreichen, zum anderen zeugt es von Qualit├Ąt, keine Malware anzubieten. Genau das k├Ânnten die beiden Newcomer ebenfalls zu ihrem Vorteil nutzen. Bei der gro├čen Vielzahl von sch├Ądlichen Apps ist nat├╝rlich auch die Sicherheit ein wichtiges Thema, dass bei Android langsam aber sicher zu br├Âckeln beginnt. Google bessert zwar immer wieder nach, allerdings ist der Schaden meist nicht mehr r├╝ckg├Ąngig zu machen.

Falls ihr euch noch einen Eindruck von Ubuntu Phone OS machen m├Âchtet, hier haben wir ein Hands On-Video f├╝r euch vorbereitet:

Was meint ihr zu den beiden Betriebssystemen? Werdet ihr euch Ubuntu Phone sowie Firefox OS ansehen und k├Ânnen diese sich ├╝berhaupt gegen Android und Co. durchsetzen? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit.

Quelle: efytimes

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