Humanitäres Android-Handy-Projekt für Bauern in Uganda

Redaktion 22. Juli 2011 0 Kommentar(e)

Die Grameen Foundation versorgt Bauern in Entwicklungsländern mit Android-Smartphones um einfache Informationen zum Wetter oder Preise für die Ernte zu liefern. Im Gegenzug erhält die Non-Profit-Organisation aus Seattle wichtige Daten, Informationen und Bilder aus den ärmsten Regionen. Was auf den ersten Blick etwas eigenartig anmutet – arme Menschen denen es an dem Notwendigsten mangelt sollen nun über Smartphones verfügen – ist unter näherer Betrachtung aber durchaus ein Schritt in die richtige Richtung.

Bis dato wurden etwa 400 ausgewählte sogenannte Community Knowledge Worker mit einem Android-Smartphone ausgestattet. Mit Hilfe eines Mikrokredites können sie dieses über zwei Jahre lang monatlich abbezahlen. Diese speziellen Bauern dienen in Ihrer Gemeinde als Ansprechpartner und versorgen die dort Ansässigen mit Informationen. Ziel dieser Informationen ist vor allem ein ertragreicherer Anbau. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Menschen selbst etwas gegen ihre Armut tun.

Im Gegenzug sammeln diese gemeinnützigen Arbeiter in Form von Umfragen Informationen, Erfahrungen und auch Fotos, welche die Grameen Foundation auswerten und für Optimierungsprozesse weiter verwenden kann.

Warum für diesen Zweck teure Smartphones und nicht einfach Billighandys eingesetzt werden, erklärt Heather Thorne, Direktorin von ITC innovation, damit, dass Android-Handys aufgrund des großen Wachstums künftig immer günstiger werden und sie die Zukunft sind. Zudem kann die Grameen Foundation, dank Open Source, eigene Anwendungen ausarbeiten, die genau auf die Zielgruppe ausgerichtet sind und auch dann funktionieren, wenn kein Netzzugriff vorhanden ist.

Die Akkus des ohnehin schon äußerst Energie-effizienten, für diesen Zweck eingesetzten, Android Ideos von Huawei, können übrigens mit Solarenergie oder einem Fahrrad-Dynamo wieder aufgeladen werden.

Mittlerweile zeigen auch große Unternehmen wie die World Bank Group oder Helfer International großes Interesse an dem Projekt bzw. an den von den Community Knowledge Worker gesammelten Information. Und auch die Bauern sind zufrieden: Dreiviertel der teilnehmenden Bauern finden die gebotenen Infos äußerst hilfreich.

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