Ideenklau und Raubkopien belasten Android Entwickler

Redaktion 12. September 2011 0 Kommentar(e)

Android Entwickler klagen laut einer Umfrage von Yankee Group und Skyhook über zu viele illegale Downloads und Raubkopien von Android Apps und rufen nach mehr Sicherheit im Market.

Bei einer Befragung von 75 Entwicklern gaben laut den Analysten der Yankee Group 27 Prozent zu Protokoll das der illegale Download ihrer Apps ein „großes Problem“ sei – 26% bezeichneten die Belastung als „einigermaßen Problematisch“. Insgesamt wurde die „ungezügelte Piraterie“ bei Android Apps beklagt. Während Apple mit seinen rigorosen Regeln im Appstore und bei der Installation von Apps für Ordnung sorgt und dafür die Freiheit der User und Entwickler eingrenzt und auch vor Zensur nicht zurückschreckt muss sich Google den Vorwurf gefallen lassen, zu lax vorzugehen. Während man beispielsweise bei Android die Installation von Apps außerhalb der Markets mit ein paar Klicks ermöglichen kann, muss ein Iphone Besitzer zum Jailbreak greifen.

Apple hat die Nase vorn

Scheinbar gibt der Erfolg Apple recht: Apple User kaufen sechs mal mehr Bezahlapps als Android-Besitzer. Das bedeutet mehr Umsatz für die Entwickler, was wiederum dazu führt das mehr Apps für Apples Appstore programmiert werden. Doch nicht nur die User machen den Android-Entwicklern zu schaffen, ein drittel der Befragten Entwickler gab an, ihnen sei ein Schaden von durchschnittlich 10.000 Dollar entstanden weil ihre App „geklaut“ und unter anderem Namen wieder in den Market eingestellt wurde. Man kämpft also eher mit Ideenklau statt unbezahlter Apps.

 

Piracy is bad, mmkay?

Law and Order?

Carl Howe von Yankee Group empfiehlt erwartungsgemäß mehr „Law and Order“ bei Android Apps. Google müsse vorsichtig sein, das Feld nicht den Raubkopierern zu überlassen und Entwickler zu verscheuchen. Denn ohne Entwickler würde der Market schnell eingehen und Android Nutzer verlieren.

Selbstverständlich muss man die Studie aber ein wenig kritisch hinterfragen: Wissenschaftlich relevant ist eine Grundmenge von 75 Befragten sicher nicht, die Ergebnisse sind somit reichlich subjektiv. Nichts bekannt ist außerdem über die Auswahlkriterien der Entwickler oder die Finanzierung der Studie.

(via slashgear.com)

 

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