Fairphone 2: Hands-On mit Prototyp auf der IFA 2015

Redaktion 13. September 2015 0 Kommentar(e)

Seit einigen Wochen kann man das Fairphone 2 vorbestellen, im November sollen die ersten Smartphones dann ausgeliefert werden. Wir haben uns auf der IFA mit Fairphone, getroffen und den Prototyp des Fairphone 2 gesehen und auseinandergenommen.

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Das erste Fairphone war ein gro├čer Erfolg. Das junge Unternehmen hat mit der Idee, ein Smartphone auf faire Weise herzustellen, einen Nerv getroffen. Immer wieder stie├č man auf Probleme, die am Anfang des Projekts noch nicht abzusehen waren ÔÇô trotzdem lie├č man sich nicht unterkriegen und wurde mit guten Verkaufszahlen f├╝r das erste Mittelklasse-Smartphone belohnt. Mit dem Fairphone 2 will man nun viele Probleme des ersten Modells verbessern. Wir haben uns den Prototyp auf der IFA 2015 zeigen und die Hintergr├╝nde erkl├Ąren lassen.

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Auf den ersten Blick f├Ąllt sofort die transparente R├╝ckseite des Smartphones ins Auge ÔÇô derzeit k├Ânnen die Nutzer auf der Website abstimmen, mit welcher R├╝ckseite das Fairphone 2 ausgeliefert werden soll und die semitransparente Variante liegt derzeit vorn ÔÇô was die Transparenz des Unternehmens zudem gut wiederspiegeln w├╝rde. Diese Transparenz des Unternehmens zeigt sich vor allem auf dem Hauseigenen Blog, wo z.B. gerade erst eine detaillierte Kostenrechnung f├╝r das Fairphone 2 ver├Âffentlicht wurde.

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Wo das erste Fairphone noch auf einem lizensierten Design basierte, das besonders im Punkt Reparierbarkeit Limitierungen hatte, setzt das Unternehmen beim Fairphone 2 auf ein v├Âllig eigenes Design. Auf den ersten Blick wirkt es etwas dicker und schwerer als vergleichbare Smartphones, doch daf├╝r gibt es gute Gr├╝nde. Zum einen besitzt die H├╝lle eine Gummilippe, die das Display umschlie├čt. Damit ist der Bildschirm nicht nur vor Kratzern gesch├╝tzt, sondern auch vor Schl├Ągen und St├╝rzen. Wir durften sogar einem Falltest beiwohnen, allerdings r├Ąt das Unternehmen den Nutzern, trotz erfolgreicher Demonstration, dies nicht nachzumachen.

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Sobald die H├╝lle entfernt ist, wird deutlich, wo die eigentlichen Vorteile des Designs liegen. Nach entriegeln zweier Schieber an der Unterseite l├Ąsst sich das Display ohne Probleme vom Rest des Ger├Ątes trennen. Au├čerdem lassen sich Komponenten wie die Kamera mit Hilfe eines einfachen Kreuz-Schraubenziehers herausnehmen und somit im Falle eines Defekts austauschen. Die Ersatzteile k├Ânnen auf der Website bestellt werden.

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Ein Problem beim ersten Fairphone war, dass der Name oft missverstanden wurde. Es handelt sich nicht um ein unter komplett fairen Bedingungen gefertigtes Smartphone. Vielmehr ist es der erste Schritt auf dem Ziel dahin. Wie auch im ersten Modell werden auch im Fairphone 2 Zinn und Tantal aus konfliktfreien Minen verbaut. Zudem arbeitet das Unternehmen aber auch daran, bis zum Produktionsstart auch Gold und Wolfram zum Kreis der konfliktfreien Mineralien hinzuzuf├╝gen. Auch bei der Produktion, sowie Programmen zur Entsorgung von Elektroschrott hat das Unternehmen seine Bem├╝hungen nochmals erh├Âht.

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Im direkten Vergleich zum Vorg├Ąnger wirkt das Fairphone 2 deutlich robuster und ausgereifter als noch der erste Versuch. Wer das tolle Konzept des niederl├Ąndischen Unternehmens unterst├╝tzen m├Âchte, kann das Fairphone 2 f├╝r 525 Euro vorbestellen. Wer jetzt allerdings losmeckern will, dass er f├╝r den Preis ein deutlich besser ausgestattetes Ger├Ąt bekommt, hat nicht verstanden worum es beim Fairphone geht und sollte sich vielleicht f├╝r den Anfang einmal den Film Blood in the Mobile ansehen unbd ├╝berlegen, ob billiger wirklich immer besser ist.

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