LifeWatch: Das Smartphone als medizinische Messstation

11. Juli 2012 0 Kommentar(e)

Das israelische Unternehmen LifeWatch Technologies hat ein Smartphone mit dem Titel „LifeWatch V“ vorgestellt. Dieses ist mit verschiedenen Sensoren ausgestattet und ermöglicht damit die laufende und ortsunabhängige Kontrolle der eigenen Gesundheit. Die Messwerte lassen sich zum Teil automatisch auswerten, sowie in der Cloud speichern als auch an den behandelnden Arzt oder Familienmitglieder schicken.

Einsteiger-Hardware

Auf dem LifeWatch V läuft die etwas angegraute Android-Version 2.3 „Gingerbread“. In Sachen Hardware gehört das Gerät zur Einsteigerklasse. Die Qualcomm-CPU ist mit 800 MHz getaktet und lediglich 512 MB Arbeitsspeicher sind integriert. Der Speicher mit einem Fassungsvermögen von 1 GB kann per microSD-Karte erweitert werden.

Für Konnektivität sorgen 3G, WLAN und Bluetooth. Das 4,3-Zoll-Display löst mit 800×480 Pixeln (WVGA) auf, der Akku weist eine Kapazität von 1.500 mAh auf. Die rückseitige Kamera schießt Fotos mit 5 Megapixeln, für Videotelefonie steht die Frontkamera mit 0,3 Megapixeln zur Verfügung.

Zahlreiche Messmöglichkeiten

Drei der vier Sensoren sind am Rahmen des Handys verbaut. Neben dem aktuellen Puls kann über diese auch ein 35-Sekunden-EKG erstellt werden. Das Telefon erkennt auch den aktuellen Stresslevel. Via bio-elektrischer Impedanz kann das Telefon auch den Körperfettwert bestimmen. Zudem ist es möglich, den Sauerstoffgehalt des Blutes zu bestimmen.

Auch ein Infrarotthermometer ist verbaut. Dieses misst die Körpertemperatur mit einer Genauigkeit von rund 0,2 Grad. Außerdem kann es als erstes Smartphone weltweit den Blutzuckerwert bestimmen, wenn ein entsprechender Teststreifen mit dem herausziehbaren Sensor in Kontakt gebracht wird. Eine Pedometer-Funktion hilft beim Laufsport.

Mit dem LifeWatch V kann man u.a. Werte wie Blutzucker, Körperfett, Herzschlagfrequenz und Körpertemperatur messen. (Fotos: LiveWatch)

Maßgeschneidertes Softwarepaket

Die Messdaten werden in der Cloud protokolliert und können auch dem Arzt oder Vertrauenspersonen zur Verfügung gestellt werden. Auf den Servern von LifeWatch werden die erhobenen Daten analysiert. So können dem User eine Analyse seines Elektrokardiogramms oder Diätplan-Empfehlungen anhand seines Zuckerspiegels übermittelt werden.

Unterstützend ist diverse Software auf dem Telefon installiert. Ein Gesundheitskalender erinnert an Medikamenteneinnahme und fällige Tests, in einem Logbuch werden Gewicht, Körpermaße und Sportaktivitäten vermerkt und ein Essensplaner hilft beim Management von Kalorien und Broteinheiten.

Der Funktionumfang variiert mit dem abgeschlossenen Service-Paket. In Planung sind ein „Basic“-, Diät- und Premiumpaket, wobei ausschließlich die umfangreichste Ausstattung zum Anruf im 24/7-Beratungscallcenter berechtigt. Die Preise für die Dienste als auch für das LifeWatch-Telefon stehen noch nicht fest. Auch für den Marktstart gibt es noch kein fixes Datum.

Hier noch ein Video zum Livewatch-Smartphone:

Via: Pressetext.com

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Geschäftsführer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafür sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natürlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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