Neue Technologie: Miracast bringt mobile Inhalte auf den Fernseher

Redaktion 30. Juli 2012 1 Kommentar(e)

Bis dato war es immer schwierig, Content mit einem Android-Gerät (kabellos) auf einen Fernseher zu streamen. Zwar hat DLNA eine Erleichterung gebracht, allerdings war der Standard doch zu wenig standardisiert und zu stark limitiert. Das soll sich jetzt mit Miracast ändern.

Qualcomm und Texas Instruments sind schon seit geraumer Zeit am Projekt Miracast beteiligt und unterstützen den neuen Streaming-Dienst. Die Technologie soll den eher unzureichenden Dienst DLNA ablösen. Das Problem damit ist nämlich, dass die Übertragung zwar standardisiert ist, es allerdings nach wie vor zu Abweichungen und somit zur Inkompatibilität kommt.

Die Wi-Fi Alliance als Retter

Um nun einen vergleichbaren Dienst wie Apples AirPlay zu schaffen hat die Wi-Fi Alliance – die Erfinder des WLAN – eine Möglichkeit zur Datenübertragung vorgestellt, die sich als Nachfolger von DLNA anbietet. Die beiden Prozessor-Hersteller Qualcomm sowie Texas Instruments sind bereits auf den Zug aufgesprungen. Jetzt hat sich auch nVidia dazu entschieden, die Technologie für die hauseigenen Tegra-Chips zur Verfügung zu stellen. Das beste an Miracast ist allerdings, dass die Geräte nicht einmal im gleichen Netzwerk sein müssen um ein Streamen zu ermöglichen, denn es wird eine direkte Verbindung aufgebaut, ähnlich wie bei WiFi Direct.

Jetzt bietet auch nVidia die Miracast-Technologie an.

Samsung bleibt ausständig

Der einzige große Chip-Hersteller, welcher noch ausständig ist, ist Samsung. Ob und wann sich Samsung anschließen wird bleibt noch ausständig. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass der koreanische Hersteller die Technologie in die Chips integrieren wird gering, da dieser bereits einen eigenen Streaming-Dienst – mit dem Namen AllShare Cast – anbietet. Es werden auch bereits Geräte mit dem Dienst verkauft, was die Wahrscheinlichkeit weiter sinken lässt. Falls sich Samsung dazu entscheidet, die hauseigene Technologie weiter zu vertreiben, hat man drei unterschiedliche Streaming-Standards, welche untereinander nicht kompatibel sind. Somit muss man erst wieder aufpassen, wenn man Geräte kauft, dass diese über das gleiche Übertragungsprotokoll verfügen.

nVidia hat dazu sogar ein Video veröffentlicht:

Was meint ihr dazu? Soll sich Samsung anschließen und streamed ihr bereits regelmäßig? Teilt uns eure Meinung in den Kommentaren mit.

Quelle: nVidia (via: androinica)

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