So erkennen Sie Fake-News in den sozialen Netzwerken

Heiko Bauer 5. Januar 2017 Kommentare deaktiviert für So erkennen Sie Fake-News in den sozialen Netzwerken Kommentar(e)

Sie können amüsieren, beunruhigen und betrügen: Fake-News, deren Wahrheitsgehalt meist gegen Null tendiert. Angeblich sollen sie sogar Donald Trump zum Sieg verholfen haben. Doch wodurch sind seriöse von erfundenen Nachrichten zu unterscheiden?

Komplett gelogen: Der Ute-Christoff-Hoax auf Whatsapp

Aktuell kursiert auf Whatsapp wieder einmal ein Kettenbrief, in dem vor einer Dame namens Ute Christoff, manchmal auch Ute Lehr, gewarnt wird. Werde sie als Kontakt aufgenommen, zerstöre ein Virus die ganze Festplatte und stehle die Daten. Wer zudem einen Anruf von der Nummer 01719626509 annehme, falle in die Hände eines Hackers. Die Dringlichkeit, den Text weiterzuleiten, wird dadurch verstärkt, dass man angeblich sogar mitgeschädigt werden kann, falls einer der eigenen Kontakte betroffen ist.

Wenn Sie eine derartige Meldung erhalten, sollten sie sie auf keinen Fall weiterleiten. Es handelt sich um einen sogenannten Hoax, eine Falschmeldung, die verängstigen soll und von vielen Nutzern für wahr gehalten wird. Oft steckt auch eine Betrugsmasche dahinter. So zum Beispiel eine kürzlich aufgetauchte Whatsapp-Variante, in welcher angeblich Gratistickets für Emirates-Flüge verteilt werden. Wer hier zuschlagen möchte, landet ein einer Abofalle.

Wichtig ist also, Falschmeldungen zu erkennen und von seriösen Nachrichten zu unterscheiden.

  • Auf jeden Fall gilt: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Stutzig machen sollte, wenn eine Meldung unbedingt und schnellstens an alle Kontakte weitergeleitet werden soll.
  • Für eine schnelle Prüfung genügt es oft, das Hauptthema in die Google-Suche einzugeben. Taucht der Text mit dem gleichen Wortlaut an diversen Stellen auf, ist das bereits ein Warnsignal. Im obigen Fall reicht schon der Name Ute Christoff, um der Lüge auf die Schliche zu kommen.
  • Nehmen Sie angebliche Quellen unter die Lupe, welche den Wahrheitsgehalt der Meldung unterstreichen sollen.
  • Die österreichische Initiative Mimikama und die Technische Universität Berlin informieren über die neuesten Hoaxes und bieten auch Suchmöglichkeiten. Mimikama hat sogar eine spezielle Suchmaschine.

Und dass niemand etwas zu verschenken hat, sollte ohnehin jedem klar sein.

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