6 unvorstellbare Tatsachen aus der Zeit vor Android

Hartmut Schumacher 13. Dezember 2015 1 Kommentar(e)

Im Jahr 2005 war der größte musikalische Hit das Lied „Schnappi, das kleine Krokodi“. Die Kino-Charts wurden von „Harry Potter und der Feuerkelch“ dominiert. Und die Mobiltelefon-Welt sah total anders aus als heute.
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BlackBerry, einer der damaligen Smartphone-Platzhirsche, hat heute noch einen Marktanteil von 0,3 Prozent. (Foto: Dodgerton Skillhause)

BlackBerry, einer der damaligen Smartphone-Platzhirsche, hat heute noch einen Marktanteil von 0,3 Prozent. (Foto: Dodgerton Skillhause)

Das erste iPhone-Modell ist im Jahr 2007 auf den Markt gekommen, das erste Android-Smartphone im Jahr 2008. Aber natürlich gab es vorher schon Mobiltelefone und auch Smartphones. Die Mobiltelefon-Welt damals sah aber deutlich anders aus als heute …

1. Microsoft als Smartphone-König

Um 2005 waren die Platzhirsche auf dem Smartphone-Markt Microsoft, Palm, Nokia und BlackBerry. Den Namen Palm kennen heutzutage die meisten Konsumenten nicht einmal mehr. Nokia stellt (zumindest derzeit) keine Smartphones mehr her. Der Marktanteil von Microsoft-Smartphones beträgt weltweit 2,6 Prozent, der von Blackberry-Smartphones 0,3 Prozent

2. Teures Vergnügen

Das Leben eines Mobiltelefon- oder Smartphone-Benutzers war kostspielig: Der Zugriff aufs Internet war nicht nur langsam, sondern auch teuer. Und Handy-Besitzer haben tatsächlich Geld für Klingeltöne und Hintergrundbilder ausgegeben. Nicht zuletzt haben die meisten Anwender viele kostenpflichtige SMS-Nachrichten verschickt, statt wie heute kostenlose Messenger-Nachrichten.

3. Viele verschiedene Handy-Formen

Ja, wenn man möchte, dann kann man sich darüber streiten, welche aktuellen Smartphones ein schöneres Design besitzen als andere. Letzten Endes aber sehen sie sich alle doch sehr ähnlich: Denn sie stellen lediglich unterschiedliche Varianten des Grundkonzepts „berührungsempfindlicher Bildschirm mit einem dünnen Rand“ dar.

Das war „damals“ ganz anders: Denn es gab eine breite Palette von unterschiedlichen Gehäuseformen. Aufklappbare Handys beispielsweise, Modelle mit herausziehbarer Tastatur und Smartphones mit drehbarer Kamera.

In der „guten alten Zeit“ gab es eine Vielzahl von Gehäuseformen bei Mobiltelefonen. Hier ein Panasonic-Modell mit drehbarer Kamera. (Foto: Dantada)

In der „guten alten Zeit“ gab es eine Vielzahl von Gehäuseformen bei Mobiltelefonen. Hier ein Panasonic-Modell mit drehbarer Kamera. (Foto: Dantada)

4. Ewig haltende Akkus

Wessen Smartphone heute einen komplexen Tag übersteht, ohne dass der Akku aufgeladen werden muss, der weiß sein Glück kaum zu glauben. „Früher“ dagegen hielten die Handy-Akkus unter Umständen eine ganze Woche lang. Das lag natürlich nicht daran, dass die Akkus größer oder besser gewesen wären, sondern einfach daran, dass wir den Mobiltelefonen heute mehr abverlangen: Der Akku muss einen großen Bildschirm beleuchten, einen schnellen Prozessor antreiben und beinahe ständig Internet-Zugriffe ermöglichen.

5. Unzerstörbare Handys

Heutige Smartphones sind recht fragile Gebilde. Die großen Bildschirme, die teilweise aus Glas bestehenden Gehäuse und die niedrige Bauhöhe sorgen dafür, dass Smartphone-Besitzer Albträume darüber haben, dass das Gerät ihnen auf den Boden fällt. Dementsprechend viele Benutzer investieren in Schutzgehäuse.

Handys aus der „guten alten Zeit“ waren natürlich nicht tatsächlich unzerstörbar, erwiesen sich aber als wesentlich widerstandsfähiger als moderne Geräte. Zahlreiche Witze und Meme-Bilder vor allem über alte Nokia-Handys zeugen davon.

Hier hat jemand ein altes Nokia-Handy fallen gelassen. Dem Handy selbst ist natürlich nichts passiert. (Foto: Amanda)

Hier hat jemand ein altes Nokia-Handy fallen gelassen. Dem Handy selbst ist natürlich nichts passiert. (Foto: Amanda)

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.