Gefährliche Smartphone-Aktivitäten beim Lenken eines Fahrzeugs

Hartmut Schumacher 24. Mai 2015 0 Kommentar(e)

4 von 10 autofahrenden Smartphone-Anwendern nutzen am Steuer soziale Netze. Und jeder zehnte Anwender führt während des Fahrzeuglenkens Videotelefonate. Das Unfallrisiko erhöht sich durch derartige Aktivitäten jedoch gewaltig.
Auch interessant: Die Beschäftigung mit SMS-Nachrichten am Steuer eines Autos ist gefährlich – auch wenn du sie diktierst, statt sie zu tippen

33 Prozent der autofahrenden Smartphone-Besitzer schreiben oder lesen während des Lenkens E-Mail-Nachrichten. Mit SMS-Nachrichten beschäftigen sich sogar 61 Prozent. (Foto: AT&T)

33 Prozent der autofahrenden Smartphone-Besitzer schreiben oder lesen während des Lenkens E-Mail-Nachrichten. Mit SMS-Nachrichten beschäftigen sich sogar 61 Prozent. (Foto: AT&T)

SMS-Nachrichten zu lesen oder zu schreiben, während man ein Fahrzeug lenkt, das ist nicht nur verboten, sondern auch gefährlich. Dementsprechend häufig weisen Institutionen wie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, der ADAC, der VCÖ und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung auf diese Gefahrenquelle hin: Beim Beschäftigen mit SMS-Nachrichten während der Fahrt erhöhe sich laut des Verkehrssicherheitsrats das Unfallrisiko auf das 23-fache. Beim Telefonieren wachse das Risiko „nur“ auf das Sechsfache.

Mit der steigenden Beliebtheit anderer Arten, mittels des Mobiltelefons Nachrichten auszutauschen, verändern sich jedoch auch die Gefahrenquellen. Und so warnt der US-amerikanische Mobilfunkanbieter AT&T mit seiner „It Can Wait“-Informationskampagne nun auch vor anderen Smartphone-Beschäftigungen, die den Fahrer ablenken.

SMS, E-Mail, Facebook, Fotos, …

7 von 10 Menschen beschäftigen sich laut Untersuchungen von AT&T während des Fahrens mit ihrem Smartphone. SMS-Nachrichten (61 Prozent) und E-Mail (33 Prozent) liegen nach wie vor an der Spitze dieser Beschäftigungen. Das Surfen im Internet (28 Prozent) und das Nutzen von Facebook (27 Prozent) erreichen allerdings ebenfalls schon hohe Werte. Unerfreulich viele Autofahrer kommen sogar auf die Idee, während des Fahrens ein Foto (17 Prozent) oder ein Video (12 Prozent) zu schießen. Und immerhin 10 Prozent der Autofahrer führen während des Lenkens sogar Videotelefonate.

17 Prozent schießen während des Fahrens Fotos. Und 12 Prozent fertigen Videos an. 27 Prozent der Videofilmer sind der Meinung, dies stelle kein Risiko dar. (Foto: AT&T)

17 Prozent schießen während des Fahrens Fotos. Und 12 Prozent fertigen Videos an. 27 Prozent der Videofilmer sind der Meinung, dies stelle kein Risiko dar. (Foto: AT&T)

Suchtartiges Verhalten

Weitere „beunruhigende“ Ergebnisse der AT&T-Untersuchungen: 62 Prozent der Fahrer bewahren ihr Smartphone im Auto griffbereit auf (in ihrer Hand, auf ihrem Schoß, in einem Getränkehalter, auf dem Beifahrersitz oder auf dem Armaturenbrett). 30 Prozent derjenigen Anwender, die während des Fahrens bei Twitter posten, tun dies „ständig“. 22 Prozent derjenigen Smartphone-Benutzer, die während des Fahrens auf soziale Netze zugreifen, geben als Grund dafür suchtartiges Verhalten an. Und 27 Prozent derjenigen Anwender, die am Lenkrad Videos anfertigen, sind der Meinung, sie könnten dies risikolos tun.

Mit Facebook beschäftigen sich 27 Prozent der autofahrenden Smartphone-Benutzer, mit  Twitter 14 Prozent und mit Instagram ebenfalls 14 Prozent. (Foto: AT&T)

Mit Facebook beschäftigen sich 27 Prozent der autofahrenden Smartphone-Benutzer, mit
Twitter 14 Prozent und mit Instagram ebenfalls 14 Prozent. (Foto: AT&T)

Quellen: AT&T, Deutscher Verkehrssicherheitsrat, ADAC, VCĂ–, Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.