Neuer Rekordwert: Smartphone-Absatzzahlen waren Ende 2015 am höchsten

Hartmut Schumacher 6. März 2016 0 Kommentar(e)

Jedes Jahr werden bislang verlässlich mehr Smartphones verkauft als im jeweils vergangenen Jahr. Sinkende Durchschnittspreise der Geräte sorgen jedoch für einen Rückgang bei den Umsätzen.


Auch interessant: Verdienst: Apple ist für 92 Prozent des Umsatzes auf dem Smartphone-Markt verantwortlich

Im Vergleich der vierten Quartale 2014 und 2015 sind die Absatzzahlen von Smartphones gestiegen – die Umsätze jedoch leicht gefallen. (Tabelle: GFK)

368,1 Millionen Smartphones wurden weltweit im vierten Quartal des Jahres 2015 verkauft – laut einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK. Verglichen mit dem dritten Quartal desselben Jahres entspricht das einer Steigerung von 14 Prozent. Und im Vergleich mit den Absatzzahlen des vierten Quartals 2014 (346,1 Millionen) ist die Nachfrage um 6,4 Prozent gestiegen.

Der Umsatz dagegen ist leicht gefallen: von 115,5 Milliarden US-Dollar im vierten Quartal 2014 auf 115,2 Milliarden Dollar im vierten Quartal 2015. Das liegt am Durchschnittspreis der Geräte, der im Jahresvergleich um 6 Prozent gefallen ist.

Vergleich der kompletten Jahre 2015 und 2014

Im Vergleich zwischen den kompletten Jahren 2015 und 2014 sieht es ähnlich aus: 2015 wurden insgesamt 1,3 Milliarden Smartphones verkauft – 7 Prozent mehr als im Jahr 2014. Der zweiprozentige Rückgang des durchschnittlichen Gerätepreises glich dieses Wachstum jedoch teilweise aus, so dass der Umsatz um „lediglich“ 5 Prozent stieg – auf 399 Milliarden Dollar.

„Sportereignisse haben Einfluss auf die Smartphone-Nachfrage“

Arndt Polifke, Global Director für Telekommunikation bei GfK, erklärt: „Trotz eines rekordverdächtigen vierten Quartals – und einer insgesamt starken Entwicklung in 2015 – gibt es über die Länder hinweg gemischte Ergebnisse. Es sind weniger regionale Trends und Branchenentwicklungen, sondern vielmehr lokale Faktoren, welche die Märkte zunehmend bestimmen. Abweichende Wirtschaftstrends, Marktsättigung, Anpassung an den Massenmarkt, Politik, soziale Veränderungen und sogar Sportereignisse haben einen Einfluss auf die Smartphone-Nachfrage und den Preis auf Länderebene.“

Prognosen für 2016

Für das Jahr 2016 erwartet die GfK Verkaufszahlen von 1,4 Milliarden Geräten und einen Umsatz von 401 Milliarden Dollar – also nur eine leichte Steigerung.

Geringeres Wachstum in Westeuropa

Und wie sieht es in Europa aus? Hier sind die Wachstumsraten etwas niedriger: Die Absatzzahlen von Smartphones in Westeuropa sind im vierten Quartal 2015 um 5 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres gestiegen. Zum Wachstum beigetragen haben vor allem Smartphones im Niedrigpreis-Segment (also zu Preisen von unter 100 Dollar), deren Absatzzahlen um 61 Prozent gestiegen sind.

Quelle: GFK

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.