Sterben Tablets aus? Massiver Absatzr├╝ckgang in den letzten beiden Quartalen

22. September 2015 3 Kommentar(e)

Es ist noch nicht lange her, dass man Tablets als Notebook-Killer gepriesen hat. Doch nun geh├Âren sie selbst┬ázu einer aussterbenden Gattung.

Denn die Nachfrage nach Tablets sinkt nun bereits zwei Quartale lang ÔÇô und dies deutlich. Nun ist klarerweise auch der Tablet-Markt saisonalen Schwankungen unterworfen. Das 4. Quartal ist immer das st├Ąrkste. Es muss also niemand wundern, wenn das darauffolgende erste Quartal schw├Ącher ist. Das war auch bisher so. Selbst das zweite Quartal war bisher immer ein wenig schw├Ącher als das vierte Quartal des Vorjahres. Doch diesmal ist der R├╝ckgang massiv. Der Absatz sank um gute 14 Prozent auf 1,2 Millionen Ger├Ąte und erreichte damit den niedrigsten Wert seit dem dritten Quartal 2013. Das geht aus aktuellen Daten der Gesellschaft f├╝r Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) hervor.

Tablets? Eine aussterbende Gattung? (Foto: istockphoto/TommL)

Tablets: Eine aussterbende Gattung? (Foto: istockphoto/TommL)

Sind die Notebooks also wieder im Aufwind? Weit gefehlt. Auch der Notebook-Absatz ging erstmals seit dem vierten Quartal 2013 wieder zur├╝ck. Zwischen April und Mai wurden in Deutschland runde eine Million Notebooks verkauft, das entspricht einem R├╝ckgang von satten 23 Prozent gegen├╝ber dem zweiten Quartal 2014.

Und warum?

Gr├╝nde f├╝r den R├╝ckgang der Tablets gibt es viele: Da w├Ąre zun├Ąchst einmal der relativ lange Lebenszyklus eines Tablets. Au├čerdem fehlt es an Innovationen. Wieso also jedes Jahr ein neues Tablet kaufen? Und schlie├člich tragen auch die Phablets dazu bei, dass die Tablets vom Aussterben bedroht sind. Die Smartphones wurden in den letzten Quartalen immer gr├Â├čer. Wer ein Phablet hat, besitzt Smartphone und Tablet in einem.

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Wer profitiert dann noch von der Herstellung eines Tablets? Das sind zwei Unternehmen: Apple und Samsung. Dies beiden haben den Tablet-Markt unter sich aufgeteilt. Apple h├Ąlt rund 25 Prozent, Samsung 17 Prozent, zusammen haben sie also ├╝ber 40 Prozent. ├ťbrigens von rund 45 Millionen Ger├Ąten im zweiten Quartal weltweit.

Quelle: Statista, IDC

 

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch├Ąftsf├╝hrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa├č, dass er daf├╝r sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat├╝rlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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