Acer Extend verwandelt Smartphone in ein Notebook

Tam Hanna 7. September 2013 0 Kommentar(e)

Smartphones, Tablets und Notebooks sind sehr nützlich – wäre da nicht das ärgerliche Problem der Datensynchronisation. Acer versucht, diesem Problem durch eine neuartige Lösung entgegenzutreten: der Extend ist ein „dumb Notebook“, das seine Intelligenz aus einem angeschlossenen Telefon bezieht.

Auf gut Deutsch bedeutet das, dass sich der Extend per MHL mit einem (mehr oder weniger beliebigen) Smartphone verbindet. Ab diesem Zeitpunkt erscheint der Bildschirminhalt des Telefons auf dem Schirm des „Laptops“, die Interaktion erfolgt über die ebenda verbaute Tastatur samt TouchPad.

Der Extend nutzt Industriestandard-Technologien zur Kontaktaufnahme mit dem Rechner (Bildquelle: Engadget)

Der Extend nutzt Industriestandard-Technologien zur Kontaktaufnahme mit dem Smartphone (Bildquelle: Engadget)

Die Vorführung erfolgte laut Engadget im Zusammenspiel mit einem modifizierten Liquid E2 aus gleichem Hause. Es wäre allerdings durchaus vorstellbar, dass das Gerät auch mit Telefonen anderer Hersteller kompatibel ist – MHL ist ein offener Standard, der (zumindest in der Theorie) auf allen Smartphones gleichermaßen funktioniert.

Noch ist nicht allzu viel über die eigentliche Hardware bekannt. Bisher hat Acer nur verraten, dass die im „Slate“ verbaute Batterie eine Kapazität von 6000 mAH aufweist – das sollte für eine mehr als ausreichend lange Akkulaufzeit sorgen, eventuell wird das angeschlossene Smartphone sogar während der „Arbeit“ aufgeladen.

An sich ist diese Idee nichts Neues. Der erste Gehversuch in diese Richtung war Palm’s legendärer Foleo – das Gerät beschaffte seine Daten von einem angeschlossenen Treo, Rendering und Co wurden allerdings von einem eigenen Betriebssystem am „Notebook“ erledigt.

Der Foleo kam nie auf den Markt, da die Wartung des integrierten Betriebssystems zu aufwändig gewesen wäre. Das amerikanische Unternehmen RedFly begegnete diesem Problem, indem es seinen RedFly zu einem reinen „Anzeigegerät“ degradierte – die Berechnung der Bildschirminhalte erfolgte auf einem angeschlossenen Telefon, das diese danach per USB oder Bluetooth übertrug.

Leider scheiterte das (an sich hochintelligente) Konzept an der damaligen Hardware. Die Rechenleistung der Prozessoren war einfach zu schwach, zudem war die per Bluetooth und/oder USB erreichbare Bandbreite für flüssigen Bildaufbau (Stichwort: Spiele und Videos) zu gering – Celio konnte im Businessbereich einige RedFly’s absetzen und verschwand danach in der Bedeutungslosigkeit.

Denkt ihr, dass sich das Konzept diesmal durchsetzt? Oder geht der Extend den Weg von Foleo und RedFly? Eure Meinung interessiert uns – hinterlasst uns doch bitte ein Kommentar!

Quelle: AndroidAuthority

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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