Apple wirbt Prozessor- und Akku-Entwickler von Samsung ab

Peter Mußler 24. Februar 2015 3 Kommentar(e)

Apple und Samsung haben noch nie eine gute Beziehung gehabt. Obwohl die beiden Unternehmen zumindest in der Öffentlichkeit jetzt wieder gut miteinander auskommen, so scheint die Lage hinter den Kulissen sehr angespannt zu sein. Das Unternehmen aus Cupertino wirbt den Koreanern die Ingenieure bzw. Entwickler ab.

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Der Kampf zwischen Samsung und Apple geht weiter. Diesmal allerdings hinter den Kulissen.

Der Kampf zwischen Samsung und Apple geht weiter. Diesmal allerdings hinter den Kulissen.

Samsung hat rein vom technologischen Standpunkt her gesehen deutlich mehr auf dem Kasten als Apple. WĂ€hrend das Unternehmen aus Cupertino eigentlich nur die Entwicklungen anderer Unternehmen aufkauft, rebrandet und verbaut, ist Samsung eines der fĂŒhrenden Unternehmen was die Entwicklung von Displays, Prozessoren und Akkus betrifft. FĂŒr die letzteren beiden scheint sich Apple jetzt verstĂ€rkt zu interessieren, denn wie ein Bericht der Korea Times besagt, hat das koreanische Unternehmen bereits einige Mitarbeiter an den Rivalen Apple verloren.

Ein Kinderspiel fĂŒr Apple

Geködert werden die Entwickler und Ingenieure angeblich mit einem höheren Gehalt, sonstigen VergĂŒnstigungen sowie einem grĂ¶ĂŸeren Freiraum beim Arbeiten. Da die Mitarbeiter von Samsuing sehr fleißig, zielstrebig und wissenshungrig sind, haben sie sehr viel Potential bei Apple und können sich dort weiterentwickeln. Da die meisten auch Englisch sprechen ist die Sprachbarriere so gut wie nicht vorhanden.

Im Klartext bedeutet das: Apple hat schon den einen oder anderen Samsung-Mitarbeiter abgeworben und wird sich sicher noch einige andere holen. FĂŒr uns Android- und teilweise auch Samsung-Fans heißt das natĂŒrlich nicht, dass die Samsung Chips und Akkus jetzt schlechter werden, allerdings könnte es lĂ€nger dauern bis die Koreaner wieder eine Verbesserung auf den Markt bringen – sollten die SchlĂŒsselfiguren tatsĂ€chlich das Lager wechseln.

Bessere Chips und Akkus

Apple wird natĂŒrlich von der Akquisition profitieren und in den nĂ€chsten Monaten an den Prozessoren sowie Akkus der GerĂ€te feilen. iPhones, die auch auf dem Papier mit den neuesten Prozessoren von Qualcomm und Co. mithalten können und ĂŒber eine lĂ€ngere Akkulaufzeit verfĂŒgen, könnten die Folge sein. Mal sehen was uns da in der nĂ€heren Zukunft blĂŒht.

Quelle: Korea Times

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschĂ€ftigt er sich gerne mit formschönen GerĂ€ten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes AlugehĂ€use. Als Redakteur fĂŒr die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.