Beim Pinkeln das Handy laden: Wissenschaftler zeigen, wie man mit menschlichem Urin ein Smartphone lädt

12. Juli 2016 0 Kommentar(e)

Wenn das nicht mal eine schr√§ge Erfindung ist: Mit Urin ein Smartphone laden? In welchen Situationen soll das gut sein? In der Wildnis, weit weg von einer Steckdose. Du musst halt darauf achten, viel zu trinken, sonst wird¬īs nichts mit Entladen und in der Folge mit Aufladen.

Die Erfindung stammt von Wissenschaftlern von der ¬†University of the West of England und soll angeblich unter Zuhilfenahme ¬†nat√ľrlicher biologischer Prozesse Urin in Strom verwandeln.

Und dabei ist es nicht so, dass du mit 5 Liter Urin 10 Minuten Akkustandzeit schaffst. Nein, die Wissenschaftler erreichten aus 600 Milliliter Urin eine Standzeit von 3 Stunden. Neu ist diese Technologie nicht, die Engländer forschen schon seit Jahren daran. Doch obwohl es in der Vergangenheit bewiesen wurde, dass ein Handy generell mithilfe von mikrobiellen Brennstoffzellen geladen werden kann, zeigt die vorliegende Studie, wie einfach es ist, Urin zu verwenden, um ein aktuelles Smartphone zu laden.

Praktisch: In naher Zukunft können wir beim Pinkeln unser Handy aufladen (Foto: Shutterstock[BlueSkyImage])

Praktisch: In naher Zukunft können wir beim Pinkeln unser Handy aufladen (Foto: Shutterstock[BlueSkyImage])

√Ėkologisch und g√ľnstig

Die Brennstoffzellen sind handlich und kosten nur zwischen 1 und 2 Pfund. In Zukunft werden also √∂ffentliche Toiletten zu Ladestationen f√ľr unsere Handys. Umweltfreundlicher geht es kaum noch. Urin kostet nichts und wird t√§glich produziert. Wenn wir das Abfallprodukt unseres Stoffwechsels dann auch noch wiederverwerten k√∂nnen, was sollte dagegensprechen? H√∂chsten der Gestank der Brennstoffzellen, aber da haben die Wissenschaftler sicher auch schon eine L√∂sung.

Die Brennstoffzelle misst √ľbrigens nur einen Zoll und verwendet einen Kohlenstoffkatalysator, der aus Glucose (Traubenzucker) und Ovalbumin (Speicherprotein) hergestellt wird. Das ist wesentlich billiger als Platin, das in herk√∂mmlichen Brennstoffzellen h√§ufig verwendet wird.

Also: Wasser marsch!

Quelle: Daily Record

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und Gesch√§ftsf√ľhrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spa√ü, dass er daf√ľr sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft nat√ľrlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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