Bodenampeln warnen Smartphone-Nutzer vor Gefahren im Straßenverkehr

25. April 2016 1 Kommentar(e)

Die Stadt Augsburg hat ein Einsehen fĂŒr handybewehrte FußgĂ€nger und testet spezielle Lichtsignale, die jedem „Hans Guck aufs Handy“ Gefahr signalisieren sollen.

Soweit musste es ja kommen: Wir können selbst im Straßenverkehr nicht mehr von unserem Smartphone lassen – weder als Autofahrer, noch als FußgĂ€nger. Autofahrer mĂŒssen wenigstens mit einer Strafe rechnen, so sie erwischt werden, FußgĂ€nger hingegen haben noch Narrenfreiheit bzw. Telefonfreiheit. Sie dĂŒrfen telefonieren, smsen, sonst was alles, selbst wenn sie ĂŒber die Straße laufen.

Und wer bitte hat dann noch Zeit, eine Verkehrsampel zu beachten? Niemand, natĂŒrlich, dass wird jeder Viel-Nutzer bestĂ€tigen. Ich schaue auf mein Display, wie soll ich da gleichzeitig auf eine Ampel schauen können, die irgendwo in einer gefĂŒhlten Höhe von 100 Metern hĂ€ngt?

Ampeln runter!

Klarer Fall, da muss also nun die Ampel auf Augenhöhe bzw. Handysichthöhe gebracht werden. Sprich auf den Boden. Um die Sicherheit fĂŒr Smartphone-Nutzer zu erhöhen, haben die Stadtwerke in Augsburg also Lichtsignale am Boden eingebaut. Diese LED-Leuchten sind entlang des Bordsteins angebracht und beginnen zu blinken, wenn das Signal einer FußgĂ€ngerampel auf Rot schaltet.

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Wegen der paar Smombies so ein Aufwand, denkst du? Mitnichten, die Smombies (das ist ĂŒbrigens ein Kofferwort aus den Begriffen „Smartphone“ und „Zombie“ und bezeichnet die „Genreration Kopf unten“, also jene MitbĂŒrger, die immer nur aufs Handy guckend durch die Gegend laufen) nehmen Überhand. Immerhin fast 20 Prozent aller FußgĂ€nger können nicht von Ihrem Handy lassen, wenn sie sich im öffentlichen Verkehr bewegen. Und es gab ja auch schon Tote. Und natĂŒrlich Verletzte. Und auch in Augsburg, weswegen man dort auf die erwĂ€hnte Idee gekommen ist.

Wie geht es weiter?

Fragt sich nur, wohin das fĂŒhren wird. Wird unser ganzes Leben in Zukunft auf den Boden gezeichnet? Werden wir vor jeder Gefahr via Bodenampel gewarnt?

Da könnte doch ein findiges Start-up auf die Idee kommen, den unaufmerksamen Handynutzer gleich via App zu warnen. Direkter geht es kaum noch. Also an alle jungen Start-ups: Lasst euch was einfallen.

Quelle: Stadt Augsburg

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Harald Gutzelnig   Herausgeber

Harald hat eigentlich als Herausgeber und GeschĂ€ftsfĂŒhrer des hinter dem Portal stehenden Verlags gar nicht viel Zeit Artikel zu schreiben, aber es macht ihm so viel Spaß, dass er dafĂŒr sogar ab und an aufs Schlafen verzichtet. Er hofft natĂŒrlich, dass dieser Schlafentzug seinen Artikeln nicht anzumerken ist.

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