BOSS Phone: Ein Phablet mit Anbindung ans Tor-Netzwerk will deine Privatsph├Ąre sch├╝tzen

Redaktion 8. Januar 2015 1 Kommentar(e)

Klotzen statt kleckern: Das BOSS Phone hat nicht nur einen eindrucksvollen Namen, sondern mit 7 Zoll auch eine gigantische Bildschirmdiagonale. Doch w├Ąhrend die Optik alle Blicke auf sich zieht, soll der Datenverkehr dank Anbindung ans Tor-Netzwerk anonym bleiben.┬á

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Man stelle sich einmal vor, die Post w├╝rde die Verbindungsdaten des kompletten Brief- und Paketverkehrs speichern: Absender und Empf├Ąnger eines jeden Briefs und Pakets w├╝rden gespeichert und daraus eine riesige Datenbank entstehen, die detailliert aufzeigt, wer wem was und zu welchem Zeitpunkt geschickt hat. Ein Aufschrei w├╝rde durch die Gesellschaft gehen, Hunderttausende auf den Stra├čen demonstrieren. Genau das passiert aber gerade ÔÇô nur nicht physisch, sondern virtuell. Und nicht die Post speichert alles, was nicht bei drei auf den B├Ąumen ist, sondern Geheimdienste wie NSA oder GCHQ. Wem seine Privatsph├Ąre noch einen Pfifferling wert ist, der muss also handeln ÔÇô und das BOSS Phone k├Ânnte der erste Schritt in diese Richtung sein.

Tor-Anbindung ├╝ber Orbot-App

Auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo┬ásucht das Projekt derzeit nach finanzieller Unterst├╝tzung. Beginnend ab 275 US-Dollar (plus 30 US-Dollar Versand), erhalten die Unterst├╝tzer ein riesiges Phablet, das dank Anbindung ans Tor-Netzwerk vollkommen anonym Daten ├╝bertragen soll. Die Integration des Anonymisierungsdienstes gelingt ├╝ber die Orbot-App, die eine simple Einwahl ins Tor-Netzwerk erm├Âglicht. Neben der erh├Âhten Datensicherheit hat das BOSS Phone aber auch technisch einiges zu bieten: Der eingangs erw├Ąhnte 7 Zoll in der Diagonale messende Bildschirm l├Âst beispielsweise mit 1.920 x 1.280 Pixeln auf und bietet damit eine gestochen scharfe Darstellung, die sogar ┬áh├Âher aufl├Âst als Full HD . Ein Octa Core-Prozessor (Cortex A7) aus dem Hause MediaTek soll f├╝r gen├╝gend Leistung unter der Haube sorgen, Angaben zur Gr├Â├če des verbauten Arbeitsspeichers fehlen aber.

Der interne Speicher umfasst 16 GB und kann via microSD-Karte erweitert werden. Dank eines Dual-SIM–Slots k├Ânnen gleich zwei SIM-Karten verwendet werden ÔÇô ideal auf Reisen oder um gleichzeitig Privat- und Gesch├Ąftsnummer zu nutzen. Hobbyfotografen steht eine 8 MP Kamera auf der R├╝ckseite zur Verf├╝gung, die Knipse an der Front bietet immerhin 2 MP. Der wechselbare Akku bringt es auf eine Leistung von 3.000 mAh, die ├╝blichen ├ťbertragungsstandards wie 3G, WLAN, Bluetooth und LTE sind ebenfalls an Bord. Letztgenannter soll aber erst nach erfolgreicher Crowdfunding-Kampagne integriert werden.

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Auslieferung im Oktober 2015

Das Finanzierungsziel liegt bei 150.000 US-Dollar. Davon sind aktuell, Stand 8. Januar 2015, jedoch┬áerst 10 Prozent erreicht. Die Kampagne l├Ąuft aber┬ánoch bis zum 2. M├Ąrz 2015 ÔÇô gen├╝gend Zeit also, um noch den Rest des Weges zu schaffen. Sofern die Indiegogo-Kampagne Erfolg hat, sollen die ersten BOSS Phones im Oktober 2015 ausgeliefert werden.

W├╝rdet ihr ein BOSS Phone kaufen, um eure Privatsph├Ąre zu sch├╝tzen?┬á

Quelle: Indiegogo (via t3n)

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