Chinesischer Internet-Riese investiert 10 Millionen US-Dollar in die Ouya-Spielekonsole

Hartmut Schumacher 2. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Trotz vieler Vorschusslorbeeren konnte die Android-Spielekonsole Ouya die westliche Welt nicht im Sturm erobern. Eine neue Chance bietet jedoch der gigantische chinesische Markt.
Auch interessant: Android TV: Dank Portierung lÀuft das TV-Betriebssystem schon auf der OUYA-Konsole

Die Ouya-Spielekonsole verwendet Android als Betriebssystem. In der westlichen Welt blieb ihr der Markterfolg verwehrt. Möglicherweise aber kann die Konsole in China grĂ¶ĂŸere Erfolge erreichen. (Foto: Ouya, Inc.)

Die Ouya-Spielekonsole verwendet Android als Betriebssystem. In der westlichen Welt blieb ihr der Markterfolg verwehrt. Möglicherweise aber kann die Konsole in China grĂ¶ĂŸere Erfolge erreichen. (Foto: Ouya, Inc.)

Das große chinesische E-Commerce-Unternehmen Alibaba Group hat nach Informationen des Wall Street Journal 10 Millionen US-Dollar in die kalifornische Firma Ouya, Inc. investiert. Diese Firma beschĂ€ftigt sich seit 2012 mit der Entwicklung und dem Verkauf der Spielekonsole Ouya. Als Betriebssystem kommt in der Konsole Android 4.1 zum Einsatz.

Finanziert wurde die Entwicklung der Konsole ĂŒber die Crowdfunding-Site Kickstarter. In etwa 8 Stunden konnte das Projekt im Jahr 2012 auf diese Weise ĂŒber 1 Million US-Dollar einsammeln. Insgesamt investierten UnterstĂŒtzer 8,5 Millionen Dollar. Damit wurde die Ouya-Konsole das Projekt mit den dritthöchsten Einnahmen in der Kickstarter-Geschichte

Seit Juni 2013 ist die Konsole nicht nur fĂŒr UnterstĂŒtzer, sondern auch die Allgemeinheit erhĂ€ltlich.  Allerdings blieb der Ouya-Konsole der ganz große Erfolg auf dem Markt verwehrt. Zu stark war die Konkurrenz von etablierten Spielekonsolen wie der PlayStation und der Xbox sowie von Video-Streaming-GerĂ€ten wie dem „Amazon Fire TV“, die auch das Verwenden von Spielen erlauben.

China als Rettung fĂŒr die Ouya-Konsole?

Die Alibaba Group hofft, durch ihre Investition in Ouya, Inc. den ĂŒber 1000 Spiele umfassenden Ouya-Store in ihre eigenen Set-Top-Boxen integrieren zu können.

Auch fĂŒr die eigentliche Konsole ist der riesige chinesische Markt interessant: Erst im vergangenen Jahr hat der Staatsrat der Volksrepublik China ein Verbot fĂŒr Spielekonsolen aufgehoben, das seit dem Jahr 2000 in Kraft war. Möglicherweise kann die Ouya-Konsole in China grĂ¶ĂŸere Erfolge erzielen als in der westlichen Welt.

Quellen: The Wall Street Journal, CNNMoney

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
pic_HS

Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren fĂŒr eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nĂŒtzliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person ĂŒber sich selbst.