#chipgate: Diese Frechheit erlaubt sich Apple beim neuen iPhone 6S

Martin Reitbauer 9. Oktober 2015 3 Kommentar(e)

Apple hat sich in den letzten Jahren immer damit gebrüstet, dass man der einzige große Hersteller sei, der Geräte mit identischer Hardware auf den Markt bringt. Diese Behauptung können die Apple-Jünger ab sofort streichen. Grund dafür ist #chipgate.

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Nachdem sich Apple letztes Jahr mit dem iPhone 6 Plus und #bendgate einen Fauxpas geleistet hat, tritt das Unternehmen aus Cupertino jetzt ins nächste Fettnäpfchen. Dieses Mal können die Smartphones zwar nicht verbogen werden – Aluminium 7000 sei Dank – sondern die Geräte weisen unterschiedliche Prozessoren auf. Da Apple den Prozessor als A9 bezeichnet, könnte man eigentlich davon ausgehen, dass der Chip in jedem iPhone 6S und iPhone 6S Plus gleich ist. In der Tat sind diese aber unterschiedlich, da Apple zwei Hersteller mit der Fertigung des Prozessors beauftragt hat.

iPhone_6S_A9_chip

TSMC & Samsung bauen Apple A9-Chips

Neben TSMC war dieses Mal auch Samsung für die Herstellung des A9-Prozessors verantwortlich. Obwohl beide Chips an sich baugleich sind, gibt es aufgrund von unterschiedlichen Fertigungsmethoden Abweichungen bei Leistung und Akkulaufzeit. Besonders Letzteres sorgt derzeit im Netz für Aufregung. Laut einigen Nutzern und Experimenten kann die Laufzeit des iPhone 6S mit einem Samsung-Chip um bis zu 50 Minuten geringer sein, als die eines iPhones mit TSMC-Prozessor.

Neben der Akkulaufzeit ist auch noch die Performance unterschiedlich. Der Samsung-Chip läuft schneller heiß, weshalb er früher gedrosselt werden muss und folglich bringt er weniger Leistung zu Tisch.

Stellungnahme von Apple

Auch Apple hat bereits zu den Vorwürfen rund um #chipgate Stellung genommen und versichert, dass die Abweichungen im Alltag maximal 2 bis 3 Prozent betragen. Auch in der Vergangenheit hat man schon unterschiedliche Hardware-Komponenten verbaut und es gab keine Probleme im Alltag, so Apple.

Für den täglichen Gebrauch wird sich für die Nutzer eines iPhone 6S vermutlich nichts ändern – außer dass sie von uns Android-Anhängern noch etwas mehr geärgert werden 😉

Via: TheVerge

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Martin Reitbauer   Chefredakteur

Als Chefredakteur von Android Magazin und ANDROID APPS sowie als Redakteur der Plattform-agnostischen Zeitschrift SMARTPHONE ist Martin hauptsächlich mit den Print-Magazinen des Verlags hinter androidmag.de beschäftigt. Ab und an bleibt dennoch Zeit für einen Blog-Artikel. Neben Android gilt seine Begeisterung GNU/Linux und freier Software ganz allgemein.

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