Cyanogen soll „Google-Frei“ werden

Peter Mußler 26. Januar 2015 3 Kommentar(e)

Wer sich in der Welt von Android ein wenig aufhält, dem ist CyanogenMod mit Sicherheit ein Begriff. Die CustomROM ist allem Anschein nach dabei sich von Google vollkommen zu lösen und den Google-Teil aus Android zu entfernen.

Auch interessant: Cyanogen versichert, dass der Support fürs OnePlus One erhalten bleibt

cyanogen_onePlus_One_back

Googles Betriebssystem ist zwar vom Quellcode her offen, allerdings legt The Big G den Nutzern der Plattform ordentlich viele Fesseln an. Wenn man beispielsweise den Play Store nutzen will, darf man ab Werk keinen alternativen Store mehr auf dem Smartphone installieren. Außerdem ist es im Falle von Cyanogen nicht gestattet den Play Store ab Werk mitzuliefern, da es sich bei dem Unternehmen um keinen genehmigten Partner handelt. Das ist aber nur die Spitze des Eisbergs.

Android ohne Google

Entsprechend groß ist natürlich das Interesse der Hersteller und Betriebssystem-Entwickler, diese Fesseln zu sprengen und sich möglichst von Google zu lösen. Auf der anderen Seite will das der Suchmaschinengigant natürlich verhindern. Im Falle von CyanogenMod wird das aber vermutlich nicht funktionieren, denn wie auf dem „Next Phase of Android“-Event von Kirt McMaster, CEO von Cyanogen Inc., bekanntgegeben wurde, sind die Software-Entwickler damit beschäftigt sich von Google loszukoppeln. Kooperationen mit diversen Partnern und die Veröffentlichung eines eigenen App-Stores in den nächsten 18 Monaten sollen dabei helfen. In drei bis fünf Jahren soll Google kein Bestandteil mehr von den CyanogenMod-ROMS sein.

Abkopplung absehbar

Uns verwundert der Schritt nicht wirklich und er war eigentlich schon absehbar. Immerhin hat sich das Unternehmen zu einem großen Player entwickelt und vertreibt ja auch schon Geräte, die ab Werk mit CyanogenMod-ROMs ausgestattet sind (siehe OnePlus One oder Oppo). Da sich die Kollegen auf dem Markt schon einen Namen gemacht haben, geht es jetzt darum auch einmal Kohle zu verdienen, denn bis dato wurden die Entwickler bei Cyanogen von Investoren bezahlt. Irgendwann wird auch diese Quelle versiegen und dazu muss einfach eine weitere Einnahmequelle her. Ein eigener App-Store, bei dem man bei jedem In-App-Kauf eine kleine Provision mitschneidet, ist da mit Sicherheit eine attraktive Einnahmequelle. Fraglich ist nur, ob das auch so funktioniert wie sich die Herrschaften das vorstellen, denn zum einen gibt es schon eine Menge alternative Stores und zum anderen ist der Play Store mittlerweile so groß, dass es nur schwer ist die Leute in den eigenen Shop zu bekommen.

Eure Meinungen dazu? Schießt sich Cyanogen damit selbst ins Knie oder könnte die Taktik durchaus aufgehen? Schreibt uns in eure Meinung in die Kommentare.

Quelle: TheInformation

auf Facebook teilen auf Google+ teilen auf Twitter teilen
Pete_Mag_bw_160

Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.