CyanogenMod: wir wissen noch nicht, welche Geräte KitKat bekommen

Tam Hanna 2. November 2013 3 Kommentar(e)

Der CyanogenMod war in den letzten Wochen primär wegen Streitigkeiten im Rahmen der Umstrukturierung in den Medien. Nun gibt es wieder eine technische Neuerung, die für Besitzer älterer Hardware alles andere als befriedigend ist.

Spezifisch geht es dabei um die Frage, welche Geräte im Laufr der Zeit eine CyanogenMod-Version auf Basis von Android 4.4 erhalten werden. Bisher gab es dazu überhaupt keine Informationen, auf dem offiziellen Blog des Projekts findet sich nun die folgende, vergleichsweise unbefriedigende Meldung:

Wir haben uns noch nicht entschieden, welche Geräte auf die neue KitKat-Codebasis umgestellt werden. Es ist unwahrscheinlich, dass wir diese Entscheidung in den nächsten Wochen treffen werden. Wir empfehlen unseren Usern stattdessen, die harte Arbeit unserer Entwickler an Android 4.3 zu würdigen – die darauf basierenden CyanogenMods sind hoffentlich bald für einen „stable-release“ bereit.

Der zweite Teil der Aussage ist nicht unwahr: in den letzten Tagen hat der auf Android 4.3 basierende Mod 10.2 die Stufe M1 erreicht. Das bedeutet, dass das Produkt im Großen und Ganzen den Betastatus erreicht hat und zumindest peripher nützlich ist – bis zur voll stabilen Version ist es natürlich noch ein weiter Weg.

Android 4.4 ist auf Hardware mit wenig Speicher und knappen Ressourcen optimiert: einer der ersten Absätze in der Pressemitteilung zum Thema wies darauf hin, dass KitKat auch mit nur 512MB RAM befriedigend läuft. Aus technischer Sicht dürften fast alle bisher unterstützten Geräte auch mit dem neuen System zusammenarbeiten können.

Solange die Kamera funktioniert, ist das XPERIA Pro ein brauchbares Telefon - es wäre mit Android 4.4 voll kompatibel.

Solange die Kamera funktioniert, ist das XPERIA Pro ein brauchbares Telefon – es wäre mit Android 4.4 voll kompatibel.

Deshalb ist davon auszugehen, dass das Targeting ausschließlich anhand von kommerziellen Kriterien erfolgt. Ist ausreichend Reichweite (oder eine Spende von Seiten des Herstellers) verfügbar, so bekommt das Telefon CyanogenMod. Ist das Gerät nicht mehr populär genug, so wird die Unterstützung zurückgefahren.

In der Vergangenheit fanden sich oft Freiwillige, die CyanogenMod in ihrer Freizeit auf „ihre Lieblingshardware“ brachten. Nach der Kommerzialisierung der Firma ist es alles andere als klar, wie es um diese Projekte steht: viele der neuen Funktionen des Systems sollen nicht mehr quelloffen sein, um die Vermarktung zu erleichtern.

Denkt ihr, dass der CyanogenMod seine bestimmende Position im Markt behalten kann? Oder ist es an der Zeit für ein neues ROM?

Eure Meinung interessiert uns – bitte hinterlasst uns ein Kommentar…

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Tam Hanna   Redakteur

Tam Hanna entwickelt Software für verschiedene Plattformen, beschäftigt sich mit Mobilgeräten und Prozessrechnern und betreibt einen YouTube-Channel mit zehnminütigen Clips zu Interessantem und Lehrreichem aus der Welt der Elektronik.

 

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