Die NSA hat deine SIM-Karte manipuliert um dich auszuspionieren

Redaktion 20. Februar 2015 3 Kommentar(e)

Nachdem bekannt wurde, dass die NSA Festplatten mit einer Spionagesoftware ausgestattet hat, werden jetzt Infos zu Tage gef├Ârdert die besagen, dass auch unsere SIM-Karten manipuliert wurden und die NSA auch unsere Smartphones abh├Ârt.

Auch interessant: Festplatten kommen laut derzeitigem Ermittlungsstand mit einem Virus daher (Danke NSA!)

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Laut einem neuen Report von ÔÇ×The InterceptÔÇť sind┬ádie Spionage-Agenturen NSA und GCHQ erneut in unsere Privatsph├Ąre eingebrochen, ohne dass wir jemals etwas davon mitbekommen haben. Dieses Mal ist unser bester Freund ÔÇô das Smartphone ÔÇô betroffen. Erm├Âglicht wurde das Ganze durch einen erfolgreichen Hack des Unternehmens Gemalto, einen der gr├Â├čten Hersteller von SIM-Karten. Durch die Entwendung eines versteckten Schl├╝ssels konnten alle Daten die ├╝ber die SIM-Karte verschl├╝sselt ├╝bertragen wurden, entsprechend entschl├╝sselt und eingesehen werden.

Derzeit ist noch unklar, wie viele Menschen von dieser Spionage-Aktion betroffen sind, allerdings vertreiben alle vier gro├čen Mobilfunker in den USA die SIMs des Herstellers. Dazu kommt auch noch, dass Gemalto j├Ąhrlich um die 2 Milliarden SIM-Karten produziert. Das Unternehmen versichert aber, dass man von dem Einbruch nichts gewusst hat und dass auch niemals etwas in diese Richtung aufgefallen w├Ąre. Derzeit ist man mit der internen Ermittlung des Sachverhaltes besch├Ąftigt.

Massive Kollektion an Informationen

Zusammen mit den unz├Ąhligen zuvor aufgetauchten Dokumenten durch den Whistle-Blower Edward Snowden und dem Festplatten-├ťberwachungsprogramm ist einmal mehr klar, dass die NSA sowie das GCHQ einen massiven Aufwand betrieben haben, um eine Menge Infos ├╝ber die B├╝rger rund um den Globus zu erhalten. Nicht nur die Downstream-Infos, die in Verbindung mit unterschiedlichen Unternehmen gesammelt wurden, sondern auch der Upstream wurde enorm ausgeweitet und infiltriert. Unter die Kategorie Upstream f├Ąllt zum Beispiel die SIM-Karten-├ťberwachung oder die Informationsbeschaffung direkt ├╝ber das Internet-Kabel.

An sich ist ja vieles bereits verschl├╝sselt und die Entschl├╝sselung w├╝rde viel zu teuer kommen, weshalb sich die Einrichtungen andere M├Âglichkeiten zur Informationsbeschaffung suchen mussten. Nat├╝rlich bietet sich hier an, sich direkt an die Quelle zu setzen, diese zu infiltrieren, Entschl├╝sselungsmechanismen zu stehlen und diese anzuwenden.

Quelle: The Intercept (via: TheVerge)

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