Fove: Das Virtual-Reality-Headset der Zukunft mit Eye-Tracking-Technologie wird auf Kickstarter finanziert

Hartmut Schumacher 26. Mai 2015 0 Kommentar(e)

Die Brille Fove will die dritte Generation von Virtual-Reality-Lösungen einläuten – dank eines Systems, das die Augenbewegungen des Anwenders erkennen kann.
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Die Virtual-Reality-Brille Fove registriert nicht nur die Bewegung des Kopfes, sondern auch die Bewegungen der Augen. (Foto: Fove-inc.)

Die Virtual-Reality-Brille Fove registriert nicht nur die Bewegung des Kopfes, sondern auch die Bewegungen der Augen. (Foto: Fove-inc.)

Fove ist laut Hersteller eine „bahnbrechende“ Virtual-Reality-Brille. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie nicht nur die Kopfbewegungen registrieren kann, sondern (mit Hilfe von Infrarotsensoren) auch die Bewegungen der Augen. Das soll den Anwendern unter anderem ein realistischeres Erlebnis in den virtuellen Welten ermöglichen.

Augenbewegungen statt Maus und Tastatur

Dank dieses Systems kann der Anwender mit Augenbewegungen Bedienungsaktionen ausführen, für die er sonst die Maus verwenden würde. Auch das Eingeben von Text mittels einer virtuellen Tastatur ist möglich.

Bei Spielen erlaubt es das Erkennungssystem, Augenkontakt mit anderen Figuren herzustellen. Darüber hinaus kann die Fove-Brille Bereiche der Szenerie schärfer oder unschärfer darstellen, abhängig davon, wohin der Spieler blickt.

Durch Augenbewegungen kann der Anwender Software schneller und bequemer als mit der Maus bedienen. (Foto: Fove-inc.)

Durch Augenbewegungen kann der Anwender Software schneller und bequemer als mit der Maus bedienen. (Foto: Fove-inc.)

Virtual Reality auch mit leistungsschwächerer Hardware

Ein willkommener Nebeneffekt: Die Augenerkennung senkt die Hardware-Anforderungen und ermöglicht es daher, auch leistungsschwächere Geräte wie Notebooks oder Smartphones als Basis für Virtual-Reality-Lösungen zu verwenden. Das liegt daran, dass das System sich auf  jeweils diejenigen Bereiche des Bildes konzentrieren kann, auf die der Anwender tatsächlich gerade blickt. Das Aussehen dieser Bereiche berechnet das Virtual-Reality-System dann in hoher Qualität. Die Bereiche dagegen, die der Anwender nur aus den Augenwinkeln heraus und daher undeutlich wahrnimmt, kann das System in niedrigerer Qualität darstellen.

Auf einer virtuellen Tastatur kann der Anwender mit seinen Augenbewegungen Text eingeben. (Foto: Fove-inc.)

Auf einer virtuellen Tastatur kann der Anwender mit seinen Augenbewegungen Text eingeben. (Foto: Fove-inc.)

Erhältlich ab Frühjahr 2016

Die Fove-Brille wiegt 400 Gramm. Das Display hat eine Diagonale von 5,8 Zoll. Die Auflösung beträgt 2560 mal 1440 Punkte.

Die Finanzierungskampagne auf Kickstarter hat mit über 320.000 US-Dollar ihr Ziel von 250.000 Dollar bereits weit überschritten. Der Hersteller hat vor, die ersten Exemplare der Brille im Frühjahr 2016 auszuliefern. Vorbesteller erhalten die Brille für 349 Dollar.

Die Fove-Brille wiegt 400 Gramm und soll ab Frühjahr 2016 erhältlich sein. Vorbestellen lässt sie sich für 349 US-Dollar. (Foto: Fove-inc.)

Die Fove-Brille wiegt 400 Gramm und soll ab Frühjahr 2016 erhältlich sein. Vorbestellen lässt sie sich für 349 US-Dollar. (Foto: Fove-inc.)

Quellen:  Fove-inc., Fove-inc. auf Kickstarter

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Hartmut Schumacher   Redakteur

Hartmut ist ganz vernarrt in Smartphones und Tablets. Allerdings hielt er auch schon Digitaluhren für eine ziemlich tolle Erfindung. Er betrachtet Gedankenstriche als nützliche Strukturierungsmittel – und schreibt nur gelegentlich in der dritten Person über sich selbst.