Google Glass: Vom Erfolg zum Flop und wieder zur├╝ck?

Redaktion 8. Februar 2015 0 Kommentar(e)

Google Glass ist innerhalb k├╝rzester Zeit von einem der hei├česten Produkte der Technikbranche zu einem ganz gro├čen Flop abgestiegen. Aber nun hat sich Nest-Chef Tony Fadell der Datenbrille angenommen und will diese komplett neu konzipieren ÔÇô allerdings ohne ├Âffentliche Tests.

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Die Geschichte von Google Glass ist von einem steilen Aufstieg ├╝ber mehrere Jahre und einem gewaltigen Crash am Ende bestimmt. Das Konzept, ein Display direkt vor dem Auge zu tragen, auf dem einem die aktuellsten Benachrichtigungen pr├Ąsentiert werden, ohne dass man st├Ąndig das Smartphone aus der Tasche ziehen muss, konnte sofort begeistern. Auch andere Informationen wie etwa f├╝r die Navigation kann man so direkt vor das Auge projizieren. Nach der ersten Vorstellung durch Google 2012 und der Einf├╝hrung des Explorer-Programms, das letztendlich ein ├Âffentlicher Betatest war, kannte die Begeisterung kaum Grenzen. Jeder wollte so ein Wearable Device haben.

Tas Time Magazine k├╝rte Google Glass sogar zur besten Innovation des Jahres, in der Vogue bekam die Datenbrille ein 12 Seiten-Special und selbst Homer Simpson trug die Cyberbrille in einer Folge. Doch wenige Monate nachdem das Explorer-Programm f├╝r die breite Masse zug├Ąnglich gemacht wurde, kam die ├╝berraschende Ank├╝ndigung, dass Google Glass in dieser Form eingestellt wird. Die Hintergr├╝nde dazu hat die New York Times in einem ausf├╝hrlichen Artikel beleuchtet, in dem es auch um die Zukunft der Datenbrille geht.

Das Projekt wurde n├Ąmlich nach der Einstellung des Explorer-Programms aus dem Google X-Labor dem aufgekauften Unternehmen Nest ├╝bertragen, das von Tony Fadell geleitet wird, der ja bekanntlich schon f├╝r Apples iPod mitverantworlich zeichnete. Mehrere Quellen, die Fadell nahestehen, dass dieser plant, Google Glass von Grund auf neu zu konzipieren. Damit kann man den ├Âffentlichen Betatest wohl endg├╝ltig als gescheitertes Experiment ansehen. Fadell plant zudem, das Produkt nicht zu ver├Âffentlichen, bevor es nicht fertig ist.

Ein Mitarbeiter Fadells sagte dazu:

Es wird keine ├Âffentliche Experimentierphase geben. Tony ist ein Pruduct-Mensch und er wird nichts ver├Âffentlichen, bevor es nicht perfekt ist.

Zwar gibt es durchaus ein bisschen Hoffnung, dass wir in nicht absehbarer Zeit eine komplett neugestaltete Datenbrille aus dem Hause Google/Nest aufs Auge gedr├╝ckt bekommen k├Ânnten, aber genauso besteht auch die M├Âglichkeit, dass das Produkt heimlich Still und Leise in der Versenkung verschwindet. Es w├Ąre schade drum, findet ihr nicht auch?

Quelle: New York Times (via Mobile Geeks)

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