Hohe Gewinnmargen: Galaxy S6 Edge kostet in der Produktion gerade mal 290 Dollar

Redaktion 15. April 2015 5 Kommentar(e)

Samsung hat beim Galaxy S6 Edge ganz klar gezeigt, wozu man mittlerweile im Stande ist. Die Frage ist allerdings, ob der Preis f├╝r das St├╝ck Technik ├╝berhaupt gerechtfertigt ist. Ein Teardown des Smartphones offenbart jetzt zumindest einmal den Materialwert des gebogenen Ger├Ąts.

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Galaxy_S6_Edge

 

IHS Technologies hat das neue Samsung Galaxy S6 Edge einmal komplett zerlegt und den Wareneinsatz inklusive Arbeitszeit ermittelt. Unterm Strich kommt ein Wert von 290 Dollar heraus. Am teuersten schl├Ągt das gebogene Display f├╝r 85 Dollar zu Buche. Auch der hauseigene Exynos-Chip ist nicht gerade ein Schn├Ąppchen und kostet in der Produktion gesch├Ątzt knapp 30 Dollar. Dem Prozessor muss nat├╝rlich auch ein passend gro├čer und schneller Arbeitsspeicher zur Seite gestellt werden, weshalb Samsung beim Galaxy S6 3 GB vom neuen DDR4-Speicher verbaut, welcher mit 27 Dollar zu Buche schl├Ągt.

Teurer als das iPhone

Unterm Strich kommt das neue Samsung Galaxy S6 Edge in der 64 GB-Variante auf einen Materialkosteneinsatz von ungef├Ąhr 290 Dollar und ist damit deutlich teurer als das iPhone 6 und 6 Plus mit 247 bzw. 263 Dollar. Das Edge wird in Deutschland aber f├╝r 949 Euro verkauft, w├Ąhrend das iPhone 6 in der gleichen Speichervariante ÔÇ×nurÔÇť 799 Euro kostet.

Samsung hat also bei den Gewinnmargen einen ordentlichen Aufschlag gemacht. Zugegeben, die Koreaner haben mit Sicherheit eine Menge Kohle in die Forschung und Entwicklung der neuen Technologie gesteckt, die jetzt nat├╝rlich weitgehend wieder abgedeckt werden soll.

Das Galaxy S6 Edge ist ├╝berteuert!

Eine ├ťberteuerung liegt beim neuen Galaxy S6 Edge also vermutlich vor. Trotzdem muss man sagen, dass die Koreaner mit der neuen Technik zumindest einen Schritt nach vorne machen und die Realisierbarkeit von biegsamen Displays beweisen. Ob sich der saftige Aufpreis lohnt muss jeder f├╝r sich entscheiden. Klar ist, dass Samsung nat├╝rlich deutlich mehr f├╝r das Smartphone verlangt, als es tats├Ąchlich in der Produktion kostet, da ja auch viele weitere Faktoren dazukommen. Die ├ťberteuerung ist aber auch im Falle des Edge nicht gr├Â├čer als bei jedem anderen Smartphone.

Quelle: re/code

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