HTC One A9: Günstige Flaggschiff-Alternative (Hands-On)

Peter Mußler 21. Oktober 2015 1 Kommentar(e)

Bereits im Vorfeld haben wir vieles über das vermeintliche neue HTC-Gerät A9 gehört und gesehen. Gestern Abend wurde es dann endlich vorgestellt und das iPhone-ähnliche Smartphone ist jetzt offiziell. Wir haben uns das Gerät schon angesehen und wollen euch hier unsere ersten Eindrücke vermitteln.

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HTC baut seine Smartphones zwar schon seit langem mit schönen Ganzmetallgehäusen aus Aluminium – beim jüngst vorgestellten One A9 macht aber der erste Blick schon klar, dass die Designer dieses Mal auf das iPhone geschielt haben: Die runden Ecken, die hellen Antennenstreifen im Metall, das zu den Rändern hin abgerundete Deckglas sprechen eine eindeutige Sprache. Anders als das iPhone liegt das HTC One A9 etwas besser in der Hand und entgleitet folglich nicht so einfach.

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Kamera ist Trumpf

Von einem billigen Abklatsch kann beim A9 aber keine Rede sein: Die Glanzstücke des Geräts sind der 5,0 Zoll-große Full HD-Bildschirm mit AMOLED-Technik (die für reines Schwarz und starke Farben sorgt) sowie die 13 Megapixel-Kamera auf der Rückseite, die (anders als das iPhone) über einen optischen Bildstabilisator verfügt und mit einer Linse aus Saphirglas geschützt ist. Der Stabilisator ermöglicht bessere Fotos bei schlechtem Licht und senkt die Verwacklungsgefahr.

Neu ist die Verbesserungs-Mechanik von RAW-Fotos. Direkt nach dem Knipsen einer Aufnahme im RAW-Format kann man eine Automatik bemühen, die Kontrast, Farben und Helligkeit verbessern und somit für ein brillanteres Foto sorgen. HTC nennt dieses Feature „Pro Enhance“.

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Besserer Klang dank eigenem Prozessor und speziellen Kopfhörern

Neben der Kamera legt HTC auch noch besonderen Wert auf die Audio-Eigenschaften des A9. Laut dem Hersteller ist ein 24-Bit-Digitalprozessor verbaut, der Musikstücke mit 16-Bit auf 24-Bit hochskalieren kann. Zusammen mit den beiden mitgelieferten Kopfhörern, die Keramikanteile beinhalten sollen, sorgt der Chip für einen besseren Klang.

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Fingerabdruckscanner

Zudem ist jetzt erstmals in einem alltagstauglichen HTC-Smartphone ein Fingerabdruckscanner integriert. Dieser befindet sich praktischerweise wie beim iPhone oder den Galaxy-Geräten im Home-Button.

Ein 2150 mAh starker Akku soll für bis zu 12 Stunden Video-Wiedergabe reichen und ist (dank Quickcharge 3.0) innerhalb von 30 Minuten von 0% auf über 50% geladen. Fun-Fact: Da es noch kein Quickcharge 3.0-Ladegerät gibt, wird das HTC One A9 noch mit einem Ladegerät der Version 2.0 ausgeliefert.

Das One A9 wird vermutlich noch vor den neuen Nexus-Geräten 5X und 6P als erstes Android 6.0 Marshmallow-Gerät auf den Markt kommen. Derzeit steht Anfang November als Verkaufsstart im Raum. Mal sehen ob das A9 dann tatsächlich in den Regalen steht. Wer sich das One A9 kaufen will, muss hierzulande mit einem Preis um die 580 Euro rechnen.

HTC hat Sense in seine Bestandteile zerlegt

Eine letzte spannende Sache beim A9 ist die Oberfläche. Natürlich hat HTC wieder eine neue Version von Sense vorinstalliert. Neuerdings sind die einzelnen Komponenten jetzt als Apps ausgegliedert und nicht mehr tief ins System integriert.

Quelle: HTC

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Peter Mußler   Redakteur

Als Ästhet beschäftigt er sich gerne mit formschönen Geräten und Überschriften, so geschmeidig wie ein poliertes Alugehäuse. Als Redakteur für die Magazine des CDA-Verlags taucht er in die Tiefen der Recherche aber auch ab bis zum Grund. Denn: Eine Überschrift alleine macht noch keinen Artikel.